Brandenburg: Maskenpflicht für Apotheker – aber nicht für Einzelhändler

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Bei der Apothekerkammer Brandenburg war dieser Vorgang bisher unbekannt. „Die Apothekerkammer Brandenburg hat vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie eine strikte Auslegung der Maskenpflicht verkündet bekommen, an die sich die Mitarbeiter in den Apotheken halten müssen“, erklärt Geschäftsführerin Kathrin Fuchs auf Anfrage. Pflichtbewusst hat die Kammer deshalb ihre Mitglieder am Montag informiert, dass ab sofort „alle Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr in Verkaufsstellen des Einzelhandels [...] eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen“ haben, wie sie in einem Rundschreiben aus der Verordnung der Landesregierung zitiert.

„Die Maskenpflicht gilt damit auch für Apotheken“, so die Kammer. „Nicht nur Patienten ab sechs Jahren, sondern auch das Personal der Apotheke muss in der Apotheke eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Die Installation von Plexiglasscheiben oder andere vergleichbare Maßnahmen – wie etwa das Tragen eines Visiers – entbinden nicht von der Maskenpflicht.“ Ob das wirklich so ist, darüber herrscht aufgrund der schwammigen Formulierung seitens der Landesregierung allerdings auch bei der Kammer noch Ungewissheit: „Wir haben bereits nachgefragt, ob die Maskenpflicht entbehrlich wird, wenn bereits andere Maßnahmen wie Plexiglas getroffen wurden“, sagt Fuchs. Eine Antwort hat sie noch nicht erhalten.

Ministerium und Staatskanzlei haben Anfragen dazu bisher nicht beantwortet. Für Weigel bleibt also vorerst nur, auf Rechtssicherheit zu hoffen. „Ich setze auch keine Maske mehr auf, nur noch wenn ich direkt an Kunden vorbeigehe“, sagt sie. „Ich stehe meinen Kunden schließlich nie so nahe gegenüber wie Mitarbeiter im Supermarkt.“ Jeden Tag mehrere Stunden mit Maske hinter einer Plexiglasscheibe zu stehen, leiste keinen Beitrag zu besserem Infektionsschutz, berge dafür aber umgekehrt die Gefahr, sich eher noch selbst eine Krankheit einzufangen, weil die Maske durch die feuchtwarme Atemluft ein hervorragender Keimherd sei. Sie würde allerdings gern einen Aushang in ihrer Apotheke anbringen, dass es rechtlich nicht zu beanstanden ist, wenn die Mitarbeiter keine Masken tragen – worauf sie sich dabei berufen könnte, kann ihr allerdings noch niemand sagen.

 

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