Thrombozytopenie nach Moderna-Impfung

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Berlin - In den USA wurde ein erster Fall einer impfstoffinduzierten immunen thrombotischen Thrombozytopenie (VITT) nach der Immunisierung mit einem mRNA-Impfstoff beschrieben. Zehn Tage nach der Impfung mit dem Covid-19 Vaccine Moderna wurde ein Mann mit Anzeichen einer Thrombose ins Krankenhaus gebracht.

Der 65-jährige Mann hatte den Impfstoff von Moderna erhalten. Zehn Tage nach der Impfung wurde er mit Beschwerden im Bein und anhaltenden Kopfschmerzen und Luftnot stationär aufgenommen. Dort wurde eine VITT diagnostiziert. Diese seltene Komplikation trat bisher nur im zeitlichen Zusammenhang mit Vektorimpfstoffen auf.

Die VITT galt bisher als seltene Komplikation nach einer Impfung mit adenovirusbasierten Vakzinen gegen Sars-CoV-2. Dabei werden durch die Impfung immunvermittelt Antikörper gegen Thrombozytenantigene gebildet. Nach derzeitigem Kenntnisstand richten sich die Autoantikörper gegen einen Kom­­plex aus dem Plättchenfaktor 4 (PF4) und einem Polyanion. Worum es sich bei letzterem konkret handelt, ist nicht abschließend geklärt – im Verdacht steht „verlorene“ DNA des Impfstoffs.

Der Mann wurde in der Klinik des Allegheny Health Network in Pittsburgh behandelt. Die Medikation ähnelte derer von anderen VITT-Patient:innen. Neben der intravenösen Gabe von Immunglobulinen und Dexamethason erhielt der Patient später Bivalirudin. Mediziner:innen gehen davon aus, dass die Therapie mit Bivalirudin bei frühzeitiger Gabe die aufgetretenen Thrombosen schnell bekämpfen kann.

Bei der stationären Aufnahme zeigten sich beim Patienten bereits tiefe Beinvenenthrombosen. Die Thoraxuntersuchung im CT ergab eine akute Lungenembolie. Trotz Medikation erlitt der Patient in den folgenden Tagen eine Enzephalopathie und verstarb an einem septischen Schock.

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