Früher wirtschaftlich, heute untersagt

Rahmenvertrag: Packungsgrößen einhalten Alexandra Negt, 13.02.2020 07:59 Uhr

In der Praxis bedeutet das: Ist die „Doppelpackung“ Antibiotika-Saft nicht lieferbar und es gibt keine alternative Abgabemöglichkeit, so kann mit kleineren Packungen bis zur verordneten Menge gestückelt werden. Die Nichtverfügbarkeit muss auf dem Rezept dokumentiert und mit Datum und Kürzel gegengezeichnet werden. Der Patient hat in diesem Fall die doppelte Zuzahlung zu erbringen.

Da der Fall einer Nichtverfügbarkeit ist in § 8 Rahmenvertrag nicht geregelt, somit kommt § 6 Rahmenvertrag zum Tragen: „Der Vergütungsanspruch des Apothekers entsteht trotz nicht ordnungsgemäßer vertragsärztlicher Verordnung oder Belieferung dann, wenn […] die Apotheke bei einer Verordnung, für die § 8 keine Regelung enthält, unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit und des Vorranges der Abgabe rabattbegünstigter Arzneimittel Packungen bis zu der vom Arzt insgesamt verordneten Menge abgibt[…]“.

Akutversorgung

Erfordert die Akutversorgung eines Patienten die Abgabe von zwei kleineren Packungen, so sollte der Apotheker Rücksprache mit dem Arzt halten. Diese Rücksprache sollte auf dem Rezept dokumentiert werden. Insofern der Verordner nicht erreichbar ist, darf nur die nächst kleinere Packungseinheit abgegeben werden.

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