BPhD

Pharmazeuten wollen Mediziner kennenlernen

, Uhr
Berlin -

Pharmaziestudenten wollen zusammen mit angehenden Ärzten ausgebildet werden, um Vorurteile zwischen den Professionen abzubauen. Der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) fordert eine Vernetzung zwischen den Studiengängen sowie Ausbildungsberufen im Gesundheitsbereich. Die Pharmazie-Fachschaften haben via E-Mail einem entsprechenden Meinungspapier zugestimmt.

Bei der Verbandstagung im Sommersemester 2014 war gefordert worden, dass sich der BPhD zur Interprofessionalität von Apothekern, Ärzten und anderen Heilberuflern positionieren soll. Im Juli gründete der BPhD daraufhin die Arbeitsgruppe für Interprofessionalität, kurz „InterAG“, und erarbeitete zudem ein Meinungspapier, das nun veröffentlicht wurde.

Laut BPhD gibt es „enormes Potenzial für eine gute und intensive Zusammenarbeit der Heilberufe in sämtlichen Bereichen“. Gerade im Bereich der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) sei die Kooperation im Sinne des Patienten. Doch der Verband moniert gegenseitige Vorbehalte der Berufsstände. Vorurteile und Streit um Kompetenzen etwa beim Medikationsmanagement würden diese noch vertiefen.

Solche Vorbehalte könnten aus Sicht des BPhD bereits im Studium ausgeräumt werden, wenn sich Pharmazie- und Medizinstudenten stärker austauschen könnten. Viele Veranstaltungen in den Studiengängen würden inhaltliche Überschneidungen aufweisen – etwa in den Bereichen Pharmakologie, Mikrobiologie, Biochemie und Hygiene. Für beide Studiengänge könnten daher gemeinsame Vorlesungen angeboten werden, schlägt der Verband vor. Seminare, in denen Patientenfälle interdisziplinär besprochen werden, könnten die Curricula ergänzen.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr aus Ressort
ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick
Großhandelskonditionen auf einen Blick »
Pharmazeutische Dienstleistungen
PharmDL: Warten auf den Schiedsspruch »

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Umlautprobleme und Botendienstsorge
E-Rezept: Vor- und Nachteile in der Praxis»
Ärzt:innen warnen vor Zwangseinführung
KV Hessen: Resolution gegen das E-Rezept»
Neues Angebot für die Schweiz
Weleda will Rezepturen herstellen»
Dynamischer Energiekostenbeitrag
Sanacorp: Gebühr je nach Dieselpreis»
Umbruch beim Großhändler
AEP: Die zweite Reihe geht»
ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick
Großhandelskonditionen auf einen Blick»
Pharmazeutische Dienstleistungen
PharmDL: Warten auf den Schiedsspruch»
Auf antibakterielle Wirkstoffe besser verzichten
Hautcremes können dem Mikrobiom schaden»
Erste Leitlinie für Diagnose & Behandlung
Vitiligo: Wenn der Haut die Pigmente fehlen»