WDR/NDR/Süddeutsche: „Dumm und dämlich verdient“

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Dass es nicht Spahns Idee war, den Bedürftigen solche Schutzmasken zukommen zu lassen, sondern die der Ministerpräsidentenkonferenz bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU), wird im Beitrag auch erwähnt. Sogar, dass sich Spahns Ministerium gegen die Aktion gewehrt hatte.

Laut Bericht geht aus zwei Präsentationen hervor, dass die Berater von Ernst + Young eine „Preisprobenstichanalyse“ erstellt, also die Preise auf Portalen wie Idealo, Geizhals.de und Restposten.de verglichen hatte. Auf 4,29 Euro seien die externen Berater so Anfang Oktober gekommen beziehungsweise einen Einkaufspreis von 1,22 Euro im Großhandel.

Ende November sei Spahn bei einer Videokonferenz, an der auch die Abda teilnahm, darauf aufmerksam gemacht worden, dass Masken billiger zu haben seien. Spahns Ministerium hat laut Bericht billigere Angebote etwa von Discountern ignoriert: Die Drogeriekette dm soll demnach sogar angeboten haben, Masken für 1 Euro je Stück zu verteilen. Doch das Ministerium habe man sich für die Apotheken entschieden, weil mit der Abgabe „erhebliche Anforderungen“ verbunden seien, etwa bei der Beschaffung, Qualitätsprüfung, Patientenberatung sowie der Entgegennahme von Coupons, wird ein Sprecher zitiert. „Bei Paketdiensten und Discountern“ seien die Strukturen dafür „nicht bzw. nicht im selben Umfang“ vorhanden.

Erwähnt wird auch die Erfahrung in Bremen, wo man nach der ersten Verteilung durch die Apotheken auf den direkten Versand ausgewichen sei. Auch SPD-Gesundheitsexperte Professor Dr. Karl Lauterbach kommt zu Wort: Er könne sich nicht erklären, wie das BMG auf den Preis von 6 Euro gekommen sei.

 

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