Immer öfter machen Inhaberinnen und Inhaber Mängel beim Online-Kauf von Arzneimitteln öffentlich. Aktuell warnt die Aesculap Apotheke Rostock vor dem Versand: Mit einem Testkauf von Mounjaro (Tirzepatid) wurde gezeigt, was wirklich bei der Kundin oder beim Kunden ankommt.
Axel Pudimat, Inhaber der Aesculap Apotheke, wollte es wissen: Er bestellte im Internet die Abnehmspritze Mounjaro. Das Ergebnis sei „besorgniserregend“, informiert er über Facebook. Der Inhaber zeigte anhand von Fotos mehrere Mängel auf.
Die Verpackung des Arzneimittels sei beschädigt gewesen, heißt es in seinem Beitrag. Zudem erreichte ihn das Arzneimittel „bei einer Temperatur von 21,7 °C“, kritisiert er. Dies sei „unvorstellbar in Ihrer Apotheke vor Ort“, heißt es weiter. Die Lagertemperatur liege idealerweise zwischen 2 und 8 °C.
Auch der Hersteller Lilly verweist auf die richtige Transporttemperatur des KwikPens. Er sollte vor der ersten Anwendung durchgängig zwischen 2 und 8 °C aufbewahrt werden. „Nach der ersten Anwendung können Sie den Pen bei Raumtemperatur unter 30° C aufbewahren.“
Kundinnen und Kunden, die das Präparat aus der Apotheke holten, könnten es unter Umständen nicht durchgehend kühlen. „Dies schadet Ihrem Arzneimittel nicht, solange es nicht länger als vier Stunden außerhalb des Kühlschranks aufbewahrt wird, der Pen vor Licht geschützt ist und keinen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt (0 °C oder darunter) oder über 30 °C ausgesetzt wird.“ Diese Regel gelte jedoch nicht für Apotheken, betont der Hersteller.