Krankenkassen

Datenpanne bei der Knappschaft Carolin Bauer, 01.12.2015 08:20 Uhr

Berlin - Patientenbezogene Daten sind streng geschützt. Fehler können dennoch passieren. Eine Apothekerin aus Sachsen hat von der Knappschaft einen Antrag auf Kostenübernahme einer Inhalierhilfe erhalten – mit dem Fall hatte sie jedoch nichts zu tun. Auf dem Schreiben, das eine ganz andere Apotheke betraf, war das Rezept mit den kompletten persönlichen Daten des Versicherten abgebildet.

Die Apothekerin erhielt das Fax Ende Oktober; es handelte sich um den Antrag zur Kostenübernahme, den die Clearingstelle des Verbands in digitaler Form an die Kasse geschickt hatte. Auf dem Rezept eines Kinderarztes war die Inhalierhilfe Vortex mit Kindermaske Frosch von Pari verordnet, die bei Kindern ab zwei Jahren eingesetzt werden kann. Außerdem war die Diagnose „Hausstaubmilbenallergie mit Bronchialasthma“ vermerkt.

Mit dem Schreiben wurde die Übernahme der Kosten in Höhe von rund 32 Euro beantragt. Das Formular wurde vom Fachzentrum der Knappschaft in Frankfurt abgestempelt, enthielt aber noch keine Entscheidung. Somit war unklar, warum das Fax überhaupt verschickt wurde und warum die falsche Apotheke das Dokument erhielt.

Die Pharmazeutin fragte bei der Clearingstelle nach. Ein Mitarbeiter erklärte, dass das Fax nicht aus seinem Haus gekommen sei. Ohnehin habe die tatsächlich betroffene Apotheke die Genehmigung längst erhalten. Der Verband wollte sich auf Nachfrage der Pharmazeutin nicht in den Vorgang einschalten.
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