Zweitimpfung nötig

Janssen: Impfnachweis wird angepasst

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Berlin -

Bis Anfang kommenden Monats sollen in Deutschland die digitalen Impfnachweise an jüngste EU-Vorgaben sowie an Erkenntnisse zur Wirksamkeit des Impfstoffs von Janssen angepasst werden. Denn Seit dem 15. Januar gelten für Corona-Impfnachweise einheitliche Kriterien – eine Einmalimpfung mit dem Vektorimpfstoff von Janssen stellt demnach kein vollständiges Impfschema mehr dar, zumindest in Deutschland.

Die Stiko empfiehlt die Einmalimpfung mit dem Covid-19 Vaccine Janssen bereits seit längerem nicht mehr. Vier Wochen nach der Impfung mit dem Vektorimpfstoff sollte mit einem der beiden zugelassenen mRNA-Impfstoffen nachgeimpft werden. Die Booster-Impfung wird nach weiteren drei Monaten empfohlen. Nun wird die Einmalimpfung deutschlandweit nicht mehr als abgeschlossenes Impfregime anerkannt.

Impfzertifikate nur noch neun Monate gültig

Durch die Anpassung der Impfnachweise soll die Vorgabe der Europäischen Union, nach der Impfzertifikate in der EU künftig nur noch neun Monate nach der Grundimmunisierung gegen das Coronavirus gültig sind umgesetzt werden, wie ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Dienstag in Berlin sagte. Im Zuge dessen sollen in Deutschland demnach auch die Vorgaben für eine Impfung mit dem Vakzin von Janssen geändert werden.

Als geimpft mit vollständigem Grundschutz gilt man in Deutschland künftig erst dann, wenn auf die Janssen-Erstimpfung eine zweite Impfung erfolgt, so der Sprecher. Dies solle möglichst mit einem mRNA-Vakzin wie dem von Biontech oder Moderna erfolgen, wie er bekräftigte. Der vollständige Schutz ist etwa für die Einhaltung von 2G-Zugangsregeln nötig.

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