Hoos strebt Vergleich an, Quote weiter unbekannt

, Uhr

Berlin - AvP-Insolvenzverwalter Dr. Jan-Philipp Hoos will sich nicht auf einen jahrelangen Rechtsstreit mit den von der Pleite des Rechenzentrums betroffenen Apotheken einlassen. Bei der Gläubigerversammlung hat er eine außergerichtliche Lösung in Aussicht gestellt, ohne hierzu schon Details nennen zu können. Auch über die Höhe einer möglichen Quote machte Hoos noch keine Angaben.

Etwas mehr als 100 von 3500 Gläubigern waren Beobachtern zufolge ins Congress Center Düsseldorf gekommen, um unter strikten Corona-Bedingungen dem Berichtstermin beizuwohnen. Überraschend ruhig und sachlich sei es zugegangen, berichtet ein betroffener Apotheker. Hoos habe sehr kompetent gewirkt.

Einige Nachfragen gab es natürlich zur Quote. Angesichts der präsentierten Zahlen müsse diese doch zwischen 60 und 74 Prozent liegen, hatte ein Teilnehmer ausgerechnet. Hoos erklärte, dass die Versammlung von ihm heute definitiv keine Zahl hören werde.

So gut wie alle Apotheken haben bei der Anmeldung ihrer Forderungen Aussonderungsrechte geltend gemacht. Sie wollen, dass das Geld aus der Rezeptabrechnung direkt ausgezahlt und damit der Insolvenzmasse entzogen wird. Hoos hat aber aufgrund der vertraglichen Lage erhebliche Zweifel, dass das möglich ist. Andererseits hat er heute deutlich gemacht, dass er einen jahrelangen Rechtsstreit bis vor den Bundesgerichtshof (BGH) gern vermeiden würde. Details zu einer außergerichtlichen Lösung nannte er auf Nachfrage nicht. Im neuen Jahr will er sich mit Vertretern der Apotheker zusammensetzen und solche Möglichkeiten erörtern.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres