Heumann fällt mit Tamsulosin aus

, Uhr

Zuletzt hatten die Apotheken vor allem mit Valsartan-Engpässen erneut zu kämpfen. Seit dem Skandal um verunreinigte Wirkstoffe im vergangenen Sommer waren Präparate mit dem Wirkstoff immer wieder knapp, da fast alle Hersteller ihre Ware vom Markt nehmen mussten. Zunächst waren nur noch Mylan und TAD lieferfähig; beide Firmen hatten die Substanz nicht beim betroffenen chinesischen Lieferanten bezogen; bei Aurobindo waren nur bestimmte Chargen von den Rückrufen betroffen. Doch im November musste auch Mylan eine bis dahin nicht bekannte Verunreinigung melden. So blieb neben dem Originalhersteller Novartis – mit extrem hoher Aufzahlung – nur TAD als einziger Anbieter übrig.

Auch bei TAD kam es zuletzt zu Engpässen – die aber vorerst überwunden scheinen. Offenbar könnte es bald mehr Nachschub geben. Die Teva-Töchter Ratiopharm und AbZ stehen nun in den Startlöchern, Hexal und 1A Pharma wollen in wenigen Monaten wieder lieferfähig sein.

Lieferengpässe sind an der Tagesordnung. Glück im Unglück, wenn in der Apotheke auf Alternativen ausgewichen werden kann. Im Labor können sich Apotheker und PTA austauschen, wie sie auf Ausfällen – auch im OTC-Bereich – reagieren? Haben die Hersteller in der kommenden Saison wieder eine Chance auf einen Platz in der Sichtwahl oder haben das Vertrauen verspielt? Jetzt mit diskutieren: Im LABOR von APOTHEKE ADHOC – „powered by“ Pohl-Boskamp.

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand und abonnieren Sie den Newsletter von APOTHEKE ADHOC.

 

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr aus Ressort
ApoRetro – Der satirische Wochenrückblick
Lieferdienste: Apotheke gibt Vollgas »
Wegen E-Rezept, Impfzertifikaten und Cannabis
CGM Lauer erhöht die Preise »
Weiteres