PEI-Erhebung

Impfstoffmangel ist Alltag in Apotheken dpa, 23.04.2019 12:13 Uhr

Berlin - Wer sich gegen Masern, Tetanus oder andere Krankheiten impfen lassen will, hat mitunter Pech: Es kann passieren, dass der passende Impfstoff nicht lieferbar ist. Allein im vergangenen Jahr meldeten die Hersteller bei 45 verschiedenen Impfstoffen Lieferengpässe, wie aus Daten des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) hervorgeht. Die Bundesbehörde für Impfstoffe und Arzneimittel führt seit Herbst 2015 eine entsprechende Statistik - Grippeschutzimpfungen ausgenommen.

In 33 Fällen waren nur bestimmte Verpackungsgrößen nicht lieferbar oder es gab zumindest einen Ersatzimpfstoff. In zwölf Fällen allerdings gab es zeitweise keine Alternative.

Die Apotheken kennen das Problem: „Grundsätzlich ist die Versorgung ausreichend, aber leider sind immer wieder einzelne Lieferengpässe und damit Versorgungslücken zu beobachten”, sagte Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), vor dem Start der Europäischen Impfwoche am Mittwoch (24.4).

Mehr als 100 Impfstoffe für Kinder und Erwachsene umfasst die Liste mit bisher registriertem Engpass auf den Seiten des PEI. Betroffen unter anderem Impfstoffe gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten, Masern, Mumps und Röteln, Windpocken, Kinderlähmung, aber auch gegen Hepatitis A und B, Cholera, Tetanus, Tollwut und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

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