Lieferscheine

Großhandel: Ende der Zettelwirtschaft APOTHEKE ADHOC, 06.02.2018 15:16 Uhr

Berlin - Zettel, die aus Wannen hängen: Jeder Apothekenmitarbeiter kennt den Anblick der Kisten, die der Großhandelsfahrer mehrmals am Tag bringt. Die eingeklemmten oder beigelegten Lieferscheine könnten bald der Vergangenheit angehören. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) schlägt in einem Gesetzentwurf vor, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Unterlagen nicht mehr in Papierform vorliegen müssen. Das Ende der Zettelwirtschaft?

Was viele nicht wissen: Die Lieferscheine haben neben der handels- auch eine arzneimittelrechtliche Grundlage: Laut § 6 Arzneimittelhandelsverordnung (AM-HandelsV) sind den Lieferungen an die Apotheken „ausreichende Unterlagen beizufügen, aus denen insbesondere das Datum der Auslieferung, die Bezeichnung und Menge des Arzneimittels sowie Name und Anschrift des Lieferanten und des Empfängers hervorgehen“.

Künftig sollen die geforderten Unterlagen auch in elektronischer Form an den Empfänger übermittelt werden können. Dies soll laut BMG die elektronische Kommunikation erleichtern. „In diesem Fall ist sicherzustellen, dass die elektronischen Dokumente für die jeweiligen Empfänger jederzeit leicht zugänglich sind und dass sie in hinreichender Weise vor unbefugten Manipulationen geschützt sind”, heißt es weiter.

Viele Apotheken würden sich freuen, wenn sie die Zettelwirtschaft endlich loswerden könnten. Da Aufträge ohnehin via EDV-System übermittelt und bearbeitet werden, könnten elektronische Belege vieles in der Warenwirtschaft vereinfachen – und viel Platz im Back Office schaffen. Ohnehin bieten bereits heute viele Großhändler den Service, die Lieferscheine auf ihren Portalen zu hinterlegen. Das ist wichtig, wenn der Lieferschein einmal in der Wanne fehlte oder wenn, was zuletzt häufiger vorkam, die Kasse bei Hochpreisern Einkaufsbelege sehen will.

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