Bürokratieentlastungsgesetz II

Weniger Papierkram für kleine Apotheken Lothar Klein, 03.08.2016 13:15 Uhr

Berlin - Auch Apotheken quälen sich monatlich mit Lieferscheinen, Rechnungen, Sozialbeiträgen und der Lohnsteuerabrechnung für ihre Mitarbeiter herum. Mit dem heute im Kabinett beratenen Bürokratieentlastungsgesetz II will die Bundesregierung den Verwaltungsaufwand für kleinere Firmen reduzieren. Dazu zählen auch kleine Apotheken mit bis zu drei Mitarbeitern. Nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) beträgt der Entlastungseffekt insgesamt 360 Millionen Euro.

Während das bereits beschlossene Bürokratieentlastungsgesetz I vor allem Gründer und junge, schnell wachsende Unternehmen im Blick hatte, werden von den im Bürokratieentlastungsgesetz II vorgesehenen Neuregelungen vor allem kleine Unternehmen mit zwei bis drei Mitarbeitern entlastet. Abgebaut werden sollen bürokratische Vorschriften im Steuerrecht, bei der Abführung der Beiträge zur Sozialversicherung für die Mitarbeiter und bei Lieferscheinen und Rechnungen.

Gerade kleine Unternehmen seien besonders stark von Bürokratie belastet und könnten sich keine „Spezialisten“ dafür leisten. „Mehr als zwei Milliarden Euro jährlich werden die Unternehmen durch die beiden Bürokratieentlastungsgesetze und die Modernisierung des Vergaberechts einsparen. Umgerechnet sind das deutlich mehr als 20 Millionen Arbeitsstunden, die nicht mehr für Formalien aufgewendet werden müssen – und das jedes Jahr. Ich finde, das kann sich sehen lassen“, so Gabriel.

Zur Vereinfachung wird laut Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) das erleichterte Beitragsberechnungsverfahren zur Sozialversicherung ausgedehnt. Anstatt jeden Monat die vermutliche Beitragshöhe zunächst zu schätzen und dann im darauffolgenden Monat eine Korrektur vorzunehmen, können die Unternehmen künftig einfach auf den Vormonatswert abstellen. Ein ganzer Arbeitsschritt, nämlich die Schätzung, entfällt damit.

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