FFP2-Verteilung: Apotheken kalt erwischt

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Dass es zahllose telefonische Nachfragen geben wird, glauben nach den ersten Erfahrungen 85 Prozent. 83 Prozent gehen davon aus, dass viele Kunden mehrere Apotheken aufsuchen werden. Mit einem Ansturm in den ersten Stunden rechnen 75 Prozent, 63 Prozent gehen davon aus, dass die Vorräte innerhalb weniger Stunden aufgebraucht sein werden. Immerhin 58 Prozent rechnen außerdem mit Debatten über die Qualität der Ware.

45 Prozent der Befragten gab an, dass nur so viele Masken abgegeben werden, wie ihre Apotheke voraussichtlich vom NNF erstattet bekommt. Fast genau so viele wollen die Maske an jeden Kunden mit glaubhaftem Anspruch abgeben. 31 Prozent wollen Alter und Indikation streng kontrollieren. 28 Prozent gaben an, dass Angehörige nachweisen müssen, dass sie die Maske für einen Risikopatienten abholen. 29 Prozent wollen sich den Empfang quittieren lassen. 21 Prozent wollen Masken nur an Stammkunden abgeben.

52 Prozent treffen mit Blick auf den Ansturm noch keine besonderen Vorkehrungen oder können dazu noch keine Angaben machen. 25 Prozent beschäftigen sich mit der Personalplanung . 22 Prozent bereiten Poster und Aushänge vor, 20 Prozent wollen ein Wegeleitsystem implementieren. Sonderöffnungszeiten sind mit nur 2 Prozent kein Thema.

Wie wollen die Apotheken den Bedarf an FFP2-Masken decken? 38 Prozent haben schon vorbestellt, 25 Prozent wollen jetzt umgehend eine Großbestellung auslösen. 12 Prozent wollen regulär über Großhandel je nach Lagerstand bestellen, 5 Prozent haben nach eigenen Angaben ausreichend Masken an Lager. 20 Prozent konnten keine Angaben machen. Generell gaben 58 Prozent an, dass ihnen der Überblick über geeignete Bezugsquellen von FFP2-Masken fehlt.

84 Prozent rechnen damit, dass es zu Lieferengpässen kommen wird, 86 Prozent gehen davon aus, dass die Einkaufspreise steigen werden.

Die Erwartung, wie viele Masken pro Monat benötigt werden, gehen weit auseinander: 19 Prozent glauben, dass sie mit weniger als 500 Stück auskommen, 12 Prozent rechnen mit bis zu 1000 Stück. Die größte Gruppe mit 31 Prozent rechnet mit 1000 bis 2500 Masken pro Monat. Von bis zu 5000 Masken gehen 14 Prozent aus, weitere 15 Prozent von bis zu 10.000 Stück. 9 Prozent rechnen sogar damit, dass sie mehr als 10.000 Stück ausgeben werden.

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