Weiterbildungen

Extravert glaubt nicht mehr an Apotheken-Schulungen

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Berlin -

Der Fortbildungsdienstleister Extravert stellt sich neu auf. Das Berliner Unternehmen zieht sich aus den Apothekentrainings zurück. „Wir hören von Apotheken, dass sie von Schulungsangeboten überrannt werden“, sagt die geschäftsführende Gesellschafterin Julie Strobach. Mit einem neuen Unternehmen sollen künftig andere Branchen erreicht werden. Wie stehen Sie zum Thema Inhouse-Schulungen? Jetzt mit den Kolleginnen und Kollegen austauschen: im LABOR von APOTHEKE ADHOC – „powered by“ Pohl-Boskamp. 

Bislang bot Extravert mit mehr als 550 pharmazeutisch ausgebildeten Trainern bundesweit Schulungen in Apotheken an. Pro Jahr wurden auch im Auftrag der Industrie mehr als 32.000 Trainings vor Ort angeboten. „Wir waren vor zwölf Jahren bei den First-Movern was Apothekenschulungen angeht dabei. Mittlerweile ist das Konzept zu einem Massenvertriebsangebot geworden“, so Strobach. Jetzt sei es an der Zeit, etwas anders zu machen.

Der Markt habe sich verändert, wie eine intensive Analyse gezeigt habe: „Wir hören von Apotheken, dass sie von Schulungsangeboten überrannt werden.“ Apotheken hätten kaum noch Zeit für längere Schulungen. „Sie wollen lieber zehn Minuten als anderthalb Stunden. Damit werden wir unserem eigenen Qualitätsanspruch aber nicht mehr gerecht“, sagt Strobach.

Fort- und Weiterbildungen in Apotheken werden künftig nicht mehr zum Kerngeschäft von Extravert gehören. „Mittelfristig glauben wir nicht mehr an Inhouse-Schulungen.“ Auch wenn das Unternehmen 2018 das Umsatzziel erreicht habe, werde man sich neu definieren und auch auf andere Märkte und Branchen ausrichten. „Unsere Expertise im Bereich Education, Personalvermittlung und Veranstaltungsmanagement lässt sich auch auf andere Branchen übertragen.“

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