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Edeka: Apotheke muss Marktkauf streichen Torsten Bless, 26.10.2017 13:48 Uhr

Berlin - Apotheke im Kaufland, Apotheke im Real, Apotheke im Globus: Wo viele Kunden einkaufen, lassen sich auch Pharmazeuten nieder. Was liegt da näher, als sich gleich nach dem Standort zu benennen? Blöd nur, wenn der große Partner plötzlich nicht mehr mitspielt.

Was macht eine Apotheke im Marktkauf, wenn ihr Marktkauf nicht mehr Marktkauf heißt? Dieser Herausforderung muss sich derzeit Elke Ziller aus Speyer stellen. Ihr gehört die Apotheke im Marktkauf seit 2015. Vor einiger Zeit bemerkte sie, dass im namensgebenden Einkaufszentrum umfangreiche Umräumarbeiten vor sich gingen. „Erst vor vier Wochen habe ich so nebenbei erfahren, dass der Marktkauf seinen Namen in E-Center ändert.“ Ende November schon soll es so weit sein. Der alte Name sei daher unpassend geworden. „Der Edeka-Konzern fand das offenbar auch und forderte mich auf, die Apotheke umzubenennen.“

Doch ein Namenswechsel kostet Geld: Die Außenwerbung müsse neu gestaltet, neue Briefvorlagen und Kundenkarten müssten gedruckt werden, sagt Ziller. „Dazu kommen noch die Umschreibung der Betriebserlaubnis oder ein neuer Eintrag ins Handelsregister. Dafür werden allein 100 Euro fällig.“ Besonders ärgerlich: „Der Kalender für das nächste Jahr ist bereits fertig, den werde ich nicht einstampfen.“

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