Die Pick-up-Stelle, die keine war

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Berlin - Die Rieten Apotheke musste ihre vermeintliche Pick-up-Stelle in Dauchingen einstellen. Laut Landesapothekerkammer Baden-Württemberg (LAK) handelt es sich dabei um eine nicht genehmigte Rezeptsammelstelle. 

Dauchingen ist ein 3500-Seelen-Ort in Baden-Württemberg – hier gibt es einen Arzt aber seit einigen Jahren keine Apotheke mehr. Um Bürgern, die nicht mobil sind, den Weg zu 2,5 Kilometer entfernten Apotheke zu ersparen, hatte die Rieten Apotheke aus dem Nachbarort in Dauchingen eine Pick-up-Stelle eingerichtet. Patienten konnten ihre Rezepte einwerfen und bekamen ihre Arzneimittel per Boten geliefert.

Die Rieten Apotheke verfügt über eine Versandhandelserlaubnis, weshalb Inhaber Hans-Otto Hengstler davon ausging, die Pick-up-Stelle ohne Genehmigung betreiben zu können. „Das war keine rein gewinnorientierte Einrichtung“, sagt Hengstler. Der Service wurde angenommen – allerdings nur vereinzelt. „Das haben offensichtlich nur die Menschen genutzt, die nicht mobil waren.“ Sechs Jahre lang störte sich niemand an der Einrichtung. Bis vor einigen Jahren gab es sogar noch eine zweite Pick-up-Stelle von einer anderen Apotheke im Ort.

Ende vergangenen Jahres erhielt Hengstler Post von seiner Kammer. Man sei darüber informiert worden, dass er in Dauchingen eine nicht genehmigte Rezeptsammelstelle betreibe. Laut Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) dürfen Rezeptsammelstellen nur genehmigt werden, wenn sie zur ordnungsgemäßen Arzneimittelversorgung von abgelegenen Orten oder Ortsteilen ohne Apotheken erforderlich ist. Ein Kriterium ist, dass die nächste Apotheke mindestens sechs Kilometer entfernt ist oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht ohne Weiteres zu erreich

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