Desinfektionsmittel: Änderungen zum 7. Oktober

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Berlin - In den vergangenen Monaten haben die Apotheken im großen Maße Desinfektionsmittel hergestellt. Durch Sonderregelungen war die Produktion spezieller Rezepturen möglich. Nun scheinen die Engpässe bei Desinfektionsmitteln zum größten Teil überwunden. Die Möglichkeit zur Herstellung in der Apotheke bleibt dennoch vorerst bis zum 5. April 2021 erhalten. Die Allgemeinverfügung vom 9. April läuft zum 6. Oktober aus, ab dem Folgetag gelten neue Bestimmungen. Innerhalb der Änderungen wurde beispielsweise die Verwendung von 1-Propanol gestrichen. Auch eine Meldung der Gesamtmenge muss erfolgen.

Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus stieg die Nachfrage nach Hände- und Oberflächendesinfektionsmittel in den vergangenen Monaten stark an. Zeitweise konnten die Apotheken kaum genügend Ausgangssubstanzen für die Produktion bekommen. Apotheken dürfen auch aktuell noch gewisse Desinfektionsmittel selbst herstellen. Das hat die Bundesstelle für Chemikalien mit einer Allgemeinverfügung genehmigt. Die Genehmigung gilt bis zum 6. Oktober, danach tritt die neue Allgemeinverfügung in Kraft.

Auch nach dem 6. Oktober ist eine Herstellung in der Rezeptur möglich. Erst im kommenden Jahr, am 5. April, tritt sie wieder außer Kraft. Sollte die Allgemeinverfügung nicht erneut verlängert werden, so bedeutet das, dass die weitere Herstellung von Desinfektionsmitteln nicht mehr erlaubt ist. Auch bereits hergestellte Mengen dürfen nicht mehr abgegeben werden. Bei den Rezepturen kommt es zu einer wichtigen Änderung: 1-Propanol wird als Ausgangsstoff gestrichen – ab dem 7. Oktober kann dieser Alkohol nicht mehr für die Herstellung verwendet werden.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat die neue Allgemeinverfügung erlassen, um die Verfügbarkeit von Händedesinfektionsmitteln auch in den kommenden Wintermonaten sicherzustellen. Die BAuA begründet die Verlängerung wie folgt: „Aktuell sind […] wieder mehr Neuerkrankungen zu verzeichnen und es muss – abhängig von zahlreichen, noch ungewissen Faktoren – damit gerechnet werden, dass die Fallzahlen weiter ansteigen können. Außerdem nehmen Unternehmen mit Publikumsbetrieb und öffentliche Einrichtungen wieder zunehmend ihre Betriebstätigkeit auf und die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln nimmt zu. Zusätzlich sind die Schulen nach Beschluss der Kultusministerkonferenz nach den Sommerferien wieder zum Regelschulbetrieb zurückgekehrt.“

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