Video einer Berliner Teststelle

Center-Apotheke wird Testzentrum

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Coronatests in Center-ApothekeFoto: APOTHEKE ADHOC
Berlin -

Center-Apotheken haben in der Corona-Krise besonders gelitten, auch die Arcaden-Apotheke in Berlin hat keine leichte Zeit hinter sich. Doch Inhaberin Claudia Heidl und ihr Team haben eine neue Aufgabe: Seit Mitte März bietet die Apotheke Corona-Tests an.

Heidl betreibt die Teststelle mit ihrem Team täglich von 9-15 Uhr, will die Zeiten aufgrund der großen Nachfrage demnächst sogar noch ausweiten. Dazu sucht sie aktuell zusätzliches Personal. Bislang ist vor allem pharmazeutisches Personal im Einsatz – sogar angestellte Approbierte aus anderen Apotheken zähle zum Team.

Die Teststelle ist in einem Nebenraum der Apotheke untergebracht, der von außen zu erreichen ist. Kunden, die sich testen lassen, müssen die Offizin also gar nicht betreten. Um Infektionen auch in der Teststelle möglichst zu vermeiden, werden die Tests draußen genommen – aktuell zwischen 100 und 200 täglich.

Die Anmeldung erfolgt vorab online, die Termine sind meist über zwei Wochen ausgebucht. Weil sich die Abläufe mittlerweile gut eingespielt haben, ist immer auch mal Zeit für Laufkundschaft, die schnell einen Termin benötigen. Das kommt vor allem in dieser Lage häufiger vor. Die Apotheke befinden sich in den Schönhauser Allee Arcaden, einem hochfrequentierten Center im Berliner Szene-Stadtteil Prenzlauer Berg. Laufkundschaft und Stammkunden fragen regelmäßig nach einem spontanen Termin für Tests. Heidl und ihr Team versuchen, alles möglich zu machen, ohne dass der normale Betrieb leidet.

Heidl hat die Apotheke erst Anfang 2019 übernommen. Ein Jahr später hat die Corona-Pandemie die Arcaden-Apotheke hart getroffen – wie viele andere Center-Apotheken auch. Doch Heidl und ihr Team sind gut durch die Krise gekommen. Mit dem Testangebot hofft die Apothekerin, neue Stammkunden gewinnen zu können.

Denn in der näheren Umgebung ist das Testangebot Heidl zufolge bislang noch recht begrenzt. Dass der Bedarf aber groß ist, sieht sie an der großen und weiter wachsenden Nachfrage. Deshalb ermuntert sie alle Kolleg:innen, auch jetzt noch mit dem Testen zu beginnen. Ihr Tipp: Erst das Testzentrum aufbauen und sich dann beim Senat registrieren lassen: „Die sind doch schneller als wir gedacht haben.“ Die Apotheke sei zügig auf der Homepage Test-To-Go gelistet worden. Die Apotheke sollte also gut vorbereitet sein, inklusive Terminsoftware, so ihr Tipp.

Heidl hat erst am 16. März mit dem Testen angefangen. Nachdem klar war, dass die Bürger:innen sich kostenlos testen lassen können, wollte sie ihren Kund:innen dieses Angebot machen. Rückblickend hätte sie auch schon früher damit angefangen.

 

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