„Kleine Buden sind unverkäuflich“

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Benz erstellt regelmäßig Umsatz- und Standortpotenzial-Analysen beziehungsweise komplette Bewertungsgutachten für Apotheken, die verkauft werden sollen. Auf Basis der Rückmeldungen, die er von seinen Auftraggebern bekommt, hat er eine Top- und Flop-Liste zusammengestellt.

Während eine Center-Apotheken mit einem Jahresumsatz von 4,5 Millionen Euro und einem Rohertrag von 28 Prozent für 2,1 Millionen Euro verkauft wurde, musste eine andere Center-Apotheke mit 2,5 Millionen Euro Umsatz und 26 Prozent Rohertrag schließen, da sich kein Käufer gefunden hat. Eine Innenstadt-Apotheken mit 2,7 Millionen Euro Jahresumsatz und 27 Prozent Rohertrag wurde ein Kaufpreis von 1,2 Millionen Euro bezahlt. Und eine Landapotheke mit 1,6 Millionen Euro Jahresumsatz und 26 Prozent Rohertrag wechselte für einen Verkaufspreis von 600.000 Euro den Inhaber.

Für wenig mehr (700.000 Euro) ging eine Stadtteil-Apotheke mit einem Umsatz von 4,2 Millionen Euro und einem Rohertrag von 21 Prozent in neue Hände über. In vergleichbarer Stadtteillage, aber mit weniger als der Hälfte des Umsatzes, sowie mit einem deutlich besseren Rohertrag von 26 Prozent wurden rund 300.000 Euro bezahlt. In der Aufstellung ist keine Apotheke mit einem Umsatz kleiner 1 Million Euro enthalten – diese Apotheken werden oftmals gar nicht mehr zum Kauf angeboten, sondern schließen still und heimlich.

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