Apothekenschließung: An alles gedacht?

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Berlin - Die Schließung einer Apotheke ist nicht nur eine emotionale Herausforderung. Ist das Ende des Betriebs beschlossen, müssen Inhaber zahlreiche formale Aspekte berücksichtigen: Wo muss die Apotheke abgemeldet werden, was passiert mit den Betäubungsmitteln (BtM) und was passiert mit Warenlager und Einrichtung?

Die Apothekerkammer ist ein zentraler Anlaufpunkt bei einer Schließung. Dort erhalten Pharmazeuten wichtige Informationen. Die Geschäftsstelle aus dem Saarland hat eine Checkliste erstellt, die Inhaber für die Abwicklung ihres Betriebs nutzen können. Die Kammer selbst muss zeitnah formlos darüber informiert werden, dass der Standort wegfällt, dies ist schon für die Verteilung der Notdienste wichtig. Für Ausschüttung des Nacht- und Notdienstfonds sollen die Inhaber ihr Privatkonto nach Berlin melden.

Zudem muss der Chef schriftlich gegenüber der Aufsichtsbehörde auf seine Betriebserlaubnis verzichten. Das ist im Apothekengesetz (ApoG) geregelt. Der nächste Zwischenstopp beim Abmeldungs-Marathon ist das Handelsregister. Bei der Aufgabe des Betriebs muss der Chef beim zuständigen Registergericht die Löschung beantragen. Für die notwendige beglaubigte Unterschrift ist ein Notar nötig. Zudem muss der Inhaber beim Gewerbeamt den Zeitpunkt der Schließung angeben. Als Pflichtmitglieder müssen Apotheker sich auch bei ihrer Industrie- und Handelskammer (IHK) abmelden.

Die Schließung der Apotheke muss auch beim Finanzamt kommuniziert werden. Diese Aufgabe übernimmt in der Regel der Steuerberater. Außerdem sollten Inhaber, die ihre Berufstätigkeit komplett beenden, an die Apothekerversorgung denken. Wenn beispielsweise Ruhegeld beantragt wird, muss das entsprechende Formular eingeholt werden.

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