Verlagspleite

Apothekenkalender bestellt, Geld weg Torsten Bless, 20.09.2017 15:15 Uhr

Berlin - Der Leopold Verlag zählt zu den Pionieren in der Erstellung von Werbemitteln für Apotheken. Doch die schon bestellten und bezahlten Kalender für 2018 werden nicht mehr ausgeliefert. Die britische Muttergesellschaft Ladybird Publishing hat Antrag auf Auflösung gestellt.

„Seit fast 30 Jahren beziehen wir immer den gleichen Larsson-Kalender mit Bild und Eindruck unserer Apotheke in einer Auflage von 350 Stück“, berichtet Simone Kolberg aus der Johannis-Apotheke in Hamburg-Blankenese. „Das Procedere ist immer das gleiche, im März oder April wird die Rechnung bezahlt, im Oktober oder November werden die Kalender geliefert.“

Produziert wurden die Kalender mit Bildern des schwedischen Künstlers Carl Larsson bislang vom Leopold Verlag. Auf seiner Website zählt das Unternehmen die 1988 erstmals aufgelegten Werbemittel zu seinen größten Erfolgsserien. Ihn gab es in drei Ausführungen, als Notizkalender, Bildkalender und Familienplaner. Zur Palette zählten auch „Blumenpoesie“, „Landidylle“, „Pfoten&Tatzen“, der Reisekalender „Horizonte“ und der Kinderkalender „Kunterbunt“.

Der Verlag wurde 1977 von Professor Dr. Sigurd Marien gegründet. Anfang der 1980er hatte das in der noblen Düsseldorfer Königsallee residierende Unternehmen seinen Fokus „auf wettbewerbsreiche, stark regulierte Geschäftszweige, wie das Pharmaziegewerbe“ verlegt. Damals seien erstmals preisgünstige Werbemittel für Apotheker verlegt worden, „die deren Kunden 365 Tage im Jahr Freude bringen“, heißt es auf der Website.

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