Apothekengründung

Filialverbund ist Millioneninvestition

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Berlin -

Bei jeder zehnten Übernahme wechselt inzwischen ein Filialverbund mit mindestens zwei Apotheken den Besitzer. Das geht aus aktuellen Zahlen der Apotheker- und Ärztebank (Apobank) hervor. Anders ausgedrückt bedeutet das, dass im vergangenen Jahr jede fünfte Apotheke in einem Verbund mit durchschnittlich 2,2 Apotheken abgegeben wurde – im Vorjahr war es noch jede sechste. Auch bei den Neugründungen zeigt sich der Trend zur Filialisierung.

Der Anteil der Apotheken, die als Filialen übernommen wurden, lag 2015 bei 29 Prozent – im Vorjahr waren es 21 Prozent. Nimmt man die 5 Prozent Filial-Neugründungen hinzu, machen Filialen insgesamt ein gutes Drittel aller finanzierten Apothekengründungen aus. Für die Erhebung hat die Apobank eine Stichprobe 200 Neugründungen und Übernahmen analysiert.

„Wir haben inzwischen vom kleinen bis zum mittelständischen Unternehmen eine große Bandbreite unter den Existenzgründungen, und für jeden Unternehmertyp ist etwas dabei“, sagt Georg Heßbrügge, Bereichsleiter Gesundheitsmärkte und -politik der Apobank. „Dennoch stellt nach wie vor die Übernahme von einer einzelnen Apotheke die deutliche Mehrheit der von uns begleiteten Finanzierungen dar.“

Die meisten Apotheker entschieden sich nach wie vor für die Übernahme einer Einzel- oder Hauptapotheke (55 Prozent). Auf Neugründungen von Einzelapotheken entfielen wie im Vorjahr 3 Prozent. Die übrigen 8 Prozent der Neugründungen erfolgen als Pacht- oder Gemeinschaftsapotheke.

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