Schnelltests aus der Apotheke

Sofortige Gewissheit: Drogen, Schwangerschaft & Co. APOTHEKE ADHOC, 26.09.2019 14:23 Uhr

Berlin - Immer häufiger sparen sich Kunden den Weg zum Arzt: Oft ist der erste Gang, der in die Apotheke. Für einige Diagnosen liefern Schnelltests, die vom Laien selbst durchgeführt werden können, bereits erste zuverlässige Ergebnisse. Einige von ihnen sind aus dem Handverkauf nicht mehr wegzudenken.

Egal ob eine eventuell bestehende Schwangerschaft oder der kürzliche Drogenkonsum bestätigt werden soll, Schnelltests ermöglichen Patienten und Betroffenen erste diagnostische Hinweise. Derartige Untersuchungen können in den eigenen vier Wänden und ohne medizinisch-technische Ausbildung durchgeführt werden. Es gibt keine klassische Probenvorbereitung, als Untersuchungsmaterial dienen Körperflüssigkeiten wie Blut oder Urin. Ein weiterer Vorteil ist die schnelle Verfügbarkeit der Ergebnisse.

Der wahrscheinlich häufigste Schnelltest in der Apotheke ist der Schwangerschaftstest: Mit ihm wird das Hormon hCG (humanes Choriongonadotropin) nachgewiesen. Es ist für Beginn und Erhalt der Schwangerschaft verantwortlich, deshalb kann es zur Bestimmung der Schwangerschaft eingesetzt werden. Frühtests können – je nach Produkt – bereits vier bis sechs Tage vor Fälligkeit der Periode eingesetzt werden. Das Prinzip des Nachweises beruht auf der Immunchromatographie: Der Teststreifen wird in den Urinstrahl oder in eine frische Urinprobe gehalten. Auf dem Teststreifen befinden sich Antikörper, die – sofern eine Schwangerschaft besteht – mit dem hCG im Urin reagieren und den bedeutenden zweiten Strich neben dem Kontrollstreifen verursachen. Wenn der Test positiv ausfällt, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Das Testergebnis kann beispielsweise durch bestimmte Tumore verfälscht werden.

Häufig kommen auch Harnanalyse-Teststreifen vor, die eine Reihe von Parametern bestimmen können: Dazu zählen unter anderem Glucose, Leukozyten, Nitrit, Protein, Erythrozyten und Bilirubin. Leukozyturie und Nitriturie sind beispielsweise wichtige Symptome entzündlicher Erkrankungen der ableitenden Harnwege. Viele Patienten nutzen die Teststreifen daher, um bei bestehenden Symptomen einen Blaseninfekt bestätigen oder ausschließen zu können. Bilirubin kann außerdem einen Hinweis auf Erkrankungen der Leber geben. Der Urintest ist einfach und schnell durchführbar, schon nach ein bis zwei Minuten liegt das Ergebnis vor.

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