Schwangerschaftstests

Kleines Stäbchen mit großer Bedeutung Cynthia Möthrath, 29.11.2018 14:11 Uhr

Berlin - Für Frauen mit Kinderwunsch, aber ebenso für solche, die die Karriereleiter vorziehen, kann der Schwangerschaftstest das Leben von einem Moment auf den nächsten komplett umkrempeln. Oft sind schon erste Anzeichen spürbar, spätestens beim Aussetzen der Periode läuten alle Alarmglocken. Nun kann der Unterschied zwischen einem oder zwei Strichen gravierend sein – und für die Anwenderin ein Grund zur Freude oder Sorge.

Der Schwangerschaftstest erfolgt durch Nachweis des Schwangerschaftshormons Beta-HCG, das nach der Befruchtung der Eizelle aus den sogenannten Synzytiotrophoblasten gebildet wird. Diese Zellen sind die Vorstufe der späteren Plazenta, dem sogenannten „Mutterkuchen“, der zur Versorgung des Embryos dient. Das humane Choriongonadotropin (HCG) bewirkt eine erhöhte Bildung von Östrogenen und Gestagenen im Körper, die nach der Befruchtung wichtig sind, um die Schwangerschaft einzuleiten und aufrecht zu erhalten.

In den ersten Wochen der Schwangerschaft steigt das Hormon stetig an. Etwa jeden zweiten Tag verdoppelt sich die Menge. Ab der 20. Woche stellt der Körper die HCG Bildung wieder ein und der Hormonspiegel im Urin sinkt. Blieb die Schwangerschaft bis hierhin unbemerkt, würde ein später durchgeführter Test mit hoher Wahrscheinlichkeit ein falsch negatives Ergebnis anzeigen, da sie nun bereits zu weit fortgeschritten ist.

Zur Durchführung wird das Teststäbchen mit der Ansaugspitze für einige Sekunden in den Urin gehalten. Hierfür sollte unbedingt der Mittelstrahl verwendet werden. Alternativ kann der Urin auch in einem sauberen Gefäß aufgefangen werden. Am höchsten ist der HCG Wert im Morgenurin. Vor allem zu Beginn einer Schwangerschaft sollte der Test deshalb möglichst nach dem Aufstehen mit dem ersten Urin durchgeführt werden.

Der Schwangerschaftstest erfolgt mithilfe einer klassischen Antigen-Antikörper-Reaktion. Auf dem Teststreifen befinden sich Antikörper, die – sofern eine Schwangerschaft besteht – mit dem HCG im Urin reagieren und den bedeutenden zweiten Strich neben dem Kontrollstreifen verursachen.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema

Weiteres
Markt

Interview Dr. Peter Schreiner und Antonios Vonofakos

Pro AvO: Eine Plattform kann doch jeder»

APOSCOPE-Digitalisierungsstudie

Bestellplattformen: Noweda-Zukunftspakt liegt vorn»

Mittelohrentzündung

Otofren: „Otovowen“ als Tablette»
Politik

Brandenburg

Kammer und Verband schreiben Brandbrief an ABDA»

Kein Rx-Boni-Verbot

Boni-Deckel: Revival für SPD-Vorschlag»

Westfalen-Lippe

Erste Online-Kammerwahl: Attacke auf ABDA»
Internationales

USA

Apothekenkette: Kahlschlag bei Rite Aid»

Österreich

Keine Zwangsmittagspause mehr für Apotheken»

Galenica

Schweiz: Apotheken verdrängen Drogerien»
Pharmazie

Ezetimib/Simvastatin

Inegy-Generika: Erfolg in zweiter Instanz für Stada»

Polypharmazie

„Viele wissen nicht, wofür sie was nehmen“»

Medizinalhanf

Drogenbeauftragte: Lobbyisten reden Patienten Cannabis ein»
Panorama

Dumm gelaufen

Einbrecher vergisst Einkaufstüten – und kommt zurück»

Parasiten

Erste Borreliose-Fälle in Thüringen»

Digitalisierung

Marketing in sozialen Medien: Ballett tanzen im Minenfeld»
Apothekenpraxis

Frühjahrsbevorratung verspätet sich

Cetirizin Hexal kommt später»

Zusatzempfehlungen

Apotheker coacht Kollegen: „Irgendwann platzt der Knoten“»

LABOR-Debatte

„Haben Sie noch eine Probe für mich?“»
PTA Live

Ausbildung

„PTA-Schüler bereuen Ausbildung nicht“»

Schweinfurt

PTA-Schule: „Wir haben uns hoffentlich endgültig erholt“»

Neues auf YouTube

Alchemilla und die Lifehacks»
Erkältungs-Tipps

Hausmittel

Propolis: Heilmittel aus dem Bienenstock»

Die Erkältungsknolle

5 Tipps für den Einsatz von Ingwer»

Hausmittel

Fünf Tipps zum richtigen Gurgeln»