Ähnlich wie Lolly-Tests

Schwangerschaftstest: HCG-Nachweis im Speichel

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Berlin -

Spuck- und Speicheltests werden momentan vor allem zum Nachweis von Sars-CoV-2 genutzt. Ein israelisches Unternehmen will nun einen Schwangerschaftstest auf den Markt bringen, der das Schwangerschaftshormon Humanes Choriongonadotropin (HCG) im Speichel nachweisen kann.

Normalerweise wird zum Nachweis von HCG Urin benötigt. Die Durchführung eines Schwangerschaftstestes sollte dabei vorzugsweise morgens erfolgen. Je länger die Blase nicht geleert wurde, desto höher die Hormonkonzentration im Urin. In der Arztpraxis kann HCG mittels Bluttest nachgewiesen werden. Nun soll ein Nachweis mittels Speichel ebenfalls möglich werden.

Schwangerschaftstests ermitteln den hCG-Wert im Urin. Das Hormon ist zuständig für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft, gleichzeitig unterdrückt es die Regelblutung, indem es die Produktion von Östrogen und Progesteron erhöht. Bereits ein bis zwei Tage nach dem Einnisten der befruchteten Eizelle wird dieses Hormon in der Gebärmutterschleimhaut gebildet. Strukturell handelt es sich um ein Peptidhormon. Humanes Choriongonadotropin – kurz hCG – erreicht im zweiten und dritten Schwangerschaftsmonat ein Hormonspiegel-Maximum, danach nimmt die Konzentration nach und nach ab.

Gewissheit mittels Lolly-Test

Das Start-up Salignostics ist auf Speichel-Immunoassays spezialisiert. Eines der ersten Produkte im Portfolio war ein Corona-Spucktest. Nun soll – auf einem ähnlichen Prinzip basierend – ein Schwangerschafts-Spucktest folgen. Die Frauen müssen für die Anwendung eine Speichelprobe nehmen. Ein Stäbchen mit saugfähigem Teil liegt der Packung bei. Nachdem das Gewebe ausgiebig eingespeichelt wurde, kann die Anwenderin das Stäbchen in die vorgesehene Öffnung im Test stecken. Eine Verdünnung mittels Trägerlösung wie bei einem Corona-Lollytest kann entfallen. Das Ergebnis kann innerhalb von wenigen Minuten abgelesen werden.

Laut Salignostics weist der Salistick eine Sensitivität von 95 Prozent und eine Spezifität von 97 Prozent auf. Eine CE-Kennzeichnung sei bereits beantragt. Kosten soll das In-vitro-Diagnostikum ähnlich viel wie ein herkömmlicher Urin-Schwangerschaftstest.

Weitere Speicheltests sind in der Entwicklung. So soll zukünftig auch ein Helicobacter pylori mittels Speichelanalyse nachgewiesen werden können.

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