HIV-1-Infektionen

PEP ist nicht Off-Label APOTHEKE ADHOC, 25.04.2018 15:22 Uhr

Die Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) kann HIV-Infektionen verhindern, wird jedoch nicht von den Kassen übernommen. Zugelassen ist die Fixkombination enthält Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil (TDF). Das Arzneimittel wird im Rahmen der PrEP einmal täglich eingenommen. Indiziert ist das Präparat in Kombination mit Safer-Sex bei Erwachsenen einem hohen HIV-Risiko, um die Gefahr einer Virusinfektion zu minimieren. Seit Oktober 2016 ist die PrEP für Selbstzahler zugelassen. 2015 belegten die Studien Ipergay und Proud bei schwulen Männern eine Senkung des HIV-Übertragungsrisikos von etwa 86 Prozent.

Für eine anlassbezogene PrEP werden zwei Tabletten bis spätestens zwei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr sowie je eine Tablette an den folgenden zwei Tagen eingenommen. Die Wirksamkeit der anlassbezogenen PrEP ist jedoch noch nicht zweifelsfrei erwiesen. Eine Zulassung liegt hierfür nicht vor. Voraussetzung für die Wirksamkeit ist die regelmäßige Einnahme. Die Patienten sollten sich regelmäßigen HIV-Tests und ärztlichen Untersuchungen unterziehen.

Dank Apotheker Erik Tenberken ist die PrEP seit September 2017 bezahlbar. Für das Projekt holte der Genrikahersteller Hexal ins Boot und kann das Arzneimittel für ein Zehntel des üblichen Abgabepreises anbieten. Die PrEP kann nur verordnet werden, wenn vorab eine bestehende HIV-Infektion ausgeschlossen werden kann. Alle drei Monate muss die Diagnostik erfolgen. Tenberken hofft das sich die Ansicht die Kostenübernahme liege bei den Kassen durchsetzen wird. So wie die Untersuchung zur Verordnung der Pille auch Teil der Kassenleistung ist. Verordnet wird auch auf Privatrezept.

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