Diabetikerbedarf

Keine Importquote bei Teststreifen APOTHEKE ADHOC, 27.06.2018 07:57 Uhr

Berlin - Blutzuckerteststreifen als Reimport: Es kommt immer wieder vor, dass Ärzte den Diabetikerbedarf als Import verordnen. Muss dieser dann geliefert werden und ist ein Malus zu befürchten?

Generell gelten für Blutzuckerteststreifen – anders als bei Arzneimitteln – keine Importquoten. Es gelten jedoch Vertragspreise. Blutzuckerteststreifen wurden in drei Produktgruppen unterteilt: PG1, PG2 und PG3 – in aufsteigener Preisreihenfolge. Apotheken müssen einen gewissen Prozentsatz der einzelnen Produktgruppen liefern, sonst riskieren sie einen Malus.

Apotheker müssen mindestens 15 Prozent der Teststreifen aus der PG1 und 40 Prozent aus der PG2 abgeben. Die Quote gilt als erfüllt, wenn wenn aus beiden Produktgruppen insgesamt 55 Prozent der Packungen zu 50 Stück geliefert wurden. Gelingt dies den Apotheken pro Kalenderhalbjahr nicht, müssen sie mit einem Malus von 2 beziehungsweise 2,95 Euro pro Packung zu 50 beziehungsweise 51 Stück rechnen. Der Betrag entspricht der entstandenen Preisdifferenz. Um die Quote zu erreichen, kann eine Umstellung der Patienten auf ein anderes Gerät mit Teststreifen der günstigen Preisgruppe erforderlich sein.

Hat der Arzt einen Reimport verordnet und das Aut-idem-Kreuz gesetzt, darf nicht durch andere Produktgruppen substituiert werden. Allerdings kann bei einer Import-Verordnung auf das Original oder einen anderen Import ausgewichen werden. Im Falle eines Austauschverbotes ist die Sonder-PZN 02567573 aufzudrucken. So sieht es der Vertrag der Ersatzkassen vor.

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