Apo-Tipp

Interaktionen und Nebenwirkungen: Analgetika Teil 2 APOTHEKE ADHOC, 15.11.2019 13:29 Uhr

Berlin - Bei Schmerzen aller Art ist ein Arzneimittel gegen die Beschwerden schnell eingenommen. Dennoch sind auch bei den gängigen Wirkstoffen zur Analgesie unerwünschte Arzneimittelwirkungen und Wechselwirkungen zu beachten. Im zweiten Teil dreht sich alles um die Kontraindikationen und das Missbrauchspotenzial der Schmerzmittel.

Kontraindikationen

NSAID: Asthmatiker dürfen NSAID nicht einnehmen. Unter der Einnahme kann es bei Erkrankten zu NSAID-exazerbierten Asthmaanfällen kommen. Diese schwerwiegende Nebenwirkung kann bis zum Status asthmaticus führen. Grundsätzlich können alle COX-Hemmer diese Anfälle verursachen. Am stärksten reagieren Patienten auf Indometacin. NSAID sind während einer Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit dem Gynäkologen einzunehmen. Im dritten Trimenon sind sie aufgrund der Hemmung der Prostaglandinsynthese kontraindiziert. Die Gabe von Aspirin bei Kindern unter zwölf Jahren ist aufgrund der Gefahr des Reye-Syndroms strikt zu unterlassen.

2013 wurden Kontraindikationen für Diclofenac ergänzt. Unter der Einnahme besteht ein erhöhtes Risiko für arterielle thrombotische Ereignisse, so darf Diclofenac nicht bei bestehender Herzinsuffizienz oder ischömischen Herzerkrankungen eingenommen werden. Bei vorliegender Hypertonie und Hyperlipidämie oder Diabetes ist eine Einnahme sorgfältig abzuwägen. Diclofenac ist kein geeignetes Schmerzmittel für starke Raucher.

Paracetamol: Bei vorliegenden Leberschäden darf Paracetamol nicht eingenommen werden. Bei chronischem Alkohol-Abusus, einem Körpergewicht unter 50 kg bei Erwachsenen und insbesondere bei Patienten über 60 Jahren sollte Paracetamol mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

Opiode: Bei vorliegenden Asthmaerkrankungen sollten Opioide aufgrund der atemdepressiven Wirkung nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden, Patienten sollten auf die geringe therapeutische Breite hingewiesen werden. Opiode dürfen nur eingeschränkt bei älteren Patienten angewendet werden. Fast alle Wirkstoffe dieser Substanzklasse finden sich auf der Priscus-Liste wieder. Der Liste können unerwünschte Arzneimittelwirkungen wie Benommenheit oder erhöhte Sturzgefahr entnommen werden.

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