Faktencheck: Heuschnupfen

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Berlin - Sobald die Temperaturen wärmer werden und die ersten Pflanzen blühen, beginnt für Pollenallergiker die Allergiesaison: Tränende Augen, eine laufende Nase und Halskratzen gehören zum Alltag. Doch wie entsteht eigentlich ein Heuschnupfen und was hilft dagegen? Der Faktencheck gibt einen Überblick.

Der Heuschnupfen gehört zu den allergischen Erkrankungen: Als Allergie wird allgemein eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Substanzen definiert. Dies können beispielsweise verschiedene Pollen sein, aber auch Milben, Arzneimittel und Nahrungsmittel kommen infrage. Normalerweise dienen Immunreaktionen zur Abwehr pathogener Fremdstoffe oder Erreger. Beim Heuschnupfen antwortet der Körper mit einer überschießenden Reaktion auf Pollen.

Erste Sonnenstrahlen, erste Symptome

Mit dem Aufblühen einiger Pflanzenarten kommt es meist zu den ersten Beschwerden. Ist der Winter nicht besonders kalt, kann die Saison bereits im Februar oder März beginnen. Vor allem Allergiker, die gegen die Pollen von Frühblühern wie Hasel und Erle reagieren sind dann bereits betroffen. Im April und Mai blühen Birke, Eiche, Eibe, Esche, Flieder und Rotbuche, hier ist die Belastung besonders hoch. Der Blütenstaub wird mit dem Wind verbreitet: Gelangt er in den Körper und hat Kontakt mit den Schleimhäuten der Nase und der Atemwege, werden Proteine freigesetzt, die eine Abwehrreaktion des Körpers bewirken. Die Symptome sind für die Betroffenen äußerst lästig: Eine laufende Nase, Halskratzen und tränende Augen zählen zu den Klassikern.

Heuschnupfen: Eine Allergie vom Soforttyp

Grundsätzlich wird bei Allergien zwischen vier verschiedenen Typen unterschieden. Der Heuschnupfen zählt zu den Typ-1-Allergien, die häufig auch als Allergien vom „Soforttyp“ bezeichnet werden. Eine wichtige Rolle bei einer Reaktion des Soforttyps sind IgE-Antikörper, die nach der Sensibilisierung gebildet werden. Beim Soforttyp reagiert der Körper auf die Zufuhr bestimmter Allergene in Sekunden bis Minuten mit allergischen Erscheinungen. Bei gesunden Menschen kommen IgE-Antikörper nur in einer geringen Menge im Körper vor. Wissenschaftler gehen davon aus, dass bei Allergikern ein Überschuss an IgE-Antikörpern vorliegt.

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