COPD-Medikamente

Wenn beim Rabattpartner der Inhalator fehlt

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Berlin -

Spiriva (Tiotropium) war das am häufigsten gegen die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) verschriebene Medikament. Im August vergangenen Jahres bekam der Topseller Konkurrenz vom Generikahersteller Teva: Braltus wurde mit dem Inhalator Zonda in den Markt eingeführt. Beide Hersteller schlossen Rabattverträge, Patienten wurden umgestellt. Was ist aber zu tun, wenn plötzlich das Aut-idem-Kreuz fehlt und das Rabattprodukt keinen Inhalator enthält?

Die inhalative Therapie spielt bei Lungenerkrankungen eine große Rolle. Als Wolke gelangen die Arzneistoffe direkt in die tiefen Atemwege. Die gezielte Applikation ermöglicht den Einsatz geringerer Wirkstoffmengen. Patienten müssen in der Handhabung der Inhalatoren geschult sein, um Fehldosierungen zu vermeiden. Daher kann es wichtig sein, dass die Betroffenen das Device während der Therapie nicht wechseln.

Wurde beispielsweise ein Patient auf den Zonda-Inhalator und das dazugehörige Braltus eingestellt, kann der Wechsel schwierig sein. Auch wenn die Dosierungen der einzelnen Kapseln identisch sind, können die Patienten durch die unterschiedliche Deklaration verunsichert sein. Teva labelt den Zonda-Inhalator Braltus mit der tatsächlich über das Mundstück abgegebenen Menge 10 µg Tiotropiumbromid. Das Original der Handihaler Spiriva deklariert die vordosierte Menge von 18 µg.

Zum anderen sind die verschiedenen Inhalatoren und Kapseln nicht kompatibel. Teva etwa gewährleistet nur für die Verwendung der Braltus-Kapseln im Zonda-Inhalator eine einwandfreie Wirkstofffreisetzung. Sollte in der Apotheke ein Austausch gefordert sein, sollte die Therapie mittels pharmazeutischer Bedenken oder Nachtragen des Aut-idem-Kreuzes sichergestellt werden.

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