Sachverständigenausschuss

Altersgrenze für Schlafmittel und Triptane? APOTHEKE ADHOC, 21.01.2020 13:20 Uhr

Berlin - Mit dem Alter verändert sich der Stoffwechsel, daher sollten Patienten ab 65 Jahren einige Arzneimittel mit Vorsicht einsetzen. Der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht (SVA) diskutiert in dieser Woche über denn Sinn einer Altersgrenze für Schlafmittel und Triptane.

Bei den Triptanen soll es künftig keine Altersbeschränkung mehr geben. Naratriptan und Almotriptan waren 2005 beziehungsweise 2007 aus der Verschreibungspflicht zur Akutbehandlung entlassen worden – mit der Einschränkung der ärztlichen Erstdiagnose und nur für Patienten im Alter zwischen 18 und 65 Jahren.

Einen fachlichen Grund gab es für die Alterseinschränkung nicht, vielmehr war sie aus der Zulassung übernommen. Unter anderem wegen dieser unpraktikablen Regelung lehnte der Bundesrat 2012 die Entlassung von Sumatriptan aus der Verschreibungspflicht ab. Fehleinschätzungen in der Praxis seien vorprogrammiert, hieß es damals.

Im zweiten Anlauf soll der Wirkstoff nun doch noch aus der Verschreibungspflicht entlassen werden; das Bundesgesundheitsministerium hat nach der Empfehlung des SVA kürzlich einen entsprechenden Entwurf vorgelegt. Eine Altersbeschränkung gibt es dabei nicht. Um die Rechtslage zu vereinheitlichen, soll daher nun auch die Altersgrenze für die beiden anderen rezeptfreien Triptane abgeschafft werden. Parallel soll auch die Indikation angeglichen werden.

Der Einsatz von Eletriptan, Frovatriptan, Rizatriptan und Zolmitriptan wird bei Patienten unter 18 beziehungsweise über 65 nicht empfohlen, diese Wirkstoffe sind nach wie vor rezeptpflichtig.

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