Datenschutz

Steuerberater verweigern Unterschrift Alexander Müller, 19.04.2018 10:18 Uhr

Berlin - Der Apotheker wollte alles richtig machen: einen Datenschutzbeauftragten bestellen und mit quasi jedem Geschäftspartner einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung abschließen. Doch bei der Vorbereitung auf das Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) am 25. Mai stoßen Apotheker auf unerwartete Widerstände: Manche Steuerberater sehen eine solche Vereinbarung als überflüssig an und weigern sich schlichtweg.

Die sensiblen Gesundheitsdaten der Patienten sollen nicht nur in der Apotheke gut geschützt sein, sondern auch, wenn sie diese verlassen. Die DS-GVO sieht vor, dass der Inhaber mit externen Dritten, etwa dem EDV-Anbieter, die Auftragsdatenverarbeitung vertraglich regelt. Umstritten ist, ob das auch für Steuerberater gilt.

Selbst unter auf Apotheken spezialisierten Steuerberatern wird die Frage unterschiedlich beantwortet. Rechtsanwalt Fabian Virkus von der Kanzlei Hönig & Partner weist darauf hin, dass Steuerberater mit ihren Mandanten einen sogenannten Geschäftsbesorgungsvertrag haben. „Alles, was mit einem Vertrag über die Auftragsdatenverarbeitung geregelt werden soll, ist schon geregelt“, so Virkus. Er sei zudem schon kraft Gesetz zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Auch beim Marktführer Treuhand Hannover sieht man keine Notwendigkeit, mit den Mandanten eigene Verträge zu schließen. Die Kanzlei könnte überdies ohne Not Haftungsprobleme bekommen. Weil es zu dem Thema viele Nachfragen gibt, hat die Treuhand zeitnah eine ausführliche Stellungnahme angekündigt.

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