MS-Medikamente

Copaxone/Clift: Teva stoppt Mylan APOTHEKE ADHOC, 25.06.2019 18:24 Uhr

Berlin - Copaxone (Glatirameracetat) bleibt in der Dosierung à 40 mg/ml offenbar vorerst vor Konkurrenz geschützt: Nachdem das Europäische Patentamt Ende März das Patent EP 2949335 des Originalherstellers Teva bestätigt hat, wurde jetzt dem Mitbewerber Mylan per einstweiliger Verfügung der Vertrieb von Clift in der entsprechenden Dosierung untersagt.

Das Patent EP 2 949 335 schützt unter anderem die dreimal wöchentliche subkutane Injektion für die Behandlung der schubförmigen Multipler Sklerose (RMS). Schon nach der Entscheidung des Patentamts stellte Sascha Glanemann, Geschäftsführer Teva Speciality Deutschland, klar: „Teva wird unverzüglich alle entsprechenden Rechtsmittel einsetzen, um das Patent, das Copaxone 40 mg schützt, zu verteidigen und unsere Rechte durchzusetzen.“ Man verfüge über mehrere Patente, die Copaxone 40 mg bis 2030 schützten.

Laut Teva liegt nun eine erstinstanzliche einstweilige Verfügung des Landgerichts Düsseldorf vor, in der Mylan bis auf Weiteres untersagt wird, sein Produkt Clift 40 mg/ml Injektionslösung in einer Fertigspritze in Deutschland zu vertreiben. Damit kann der Rabattvertrag der Barmer nicht mehr bedient werden. Mylan hält seit 1. April für Clift 40 mg/ml einen exklusiven Vertrag mit der Kasse. Außerdem gibt es Rabattverträge mit AOKen, BKKen, IKKen, DAK und TK.

Teva bietet den Ärzten an, sich bei Rückfragen bezüglich einer Therapieumstellung von Patienten an den medizinischen Informationsdienst zu wenden. Glatirameracetat sei ein hoch komplexes Molekül, welches sich vor allem durch den spezifischen Produktionsprozess definiere.

Copaxone ist eine Entwicklung von Teva. 1996 kam das Arzneimittel zu 20 mg/ml Glatiramer zur Behandlung von Multipler Sklerose (MS) auf den Markt. Etwa zehn Jahre später lief das Patent ab, Teva führte den Blockbuster in doppelter Stärke ein und überzeugte Ärzte und Patienten: Statt täglich müssen die Betroffenen das Arzneimittel nur noch an drei Tagen in der Woche injizieren.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Verdacht der Untreue

Staatsanwaltschaft: Durchsuchungen bei Öko-Test»

Klage gegen AKNR abgewiesen

Kein Schadenersatz für DocMorris»

Hüffenhardt bleibt verboten

OLG Karlsruhe weist DocMorris-Berufung ab»
Politik

Digitaler Arztbesuch

Werbung für Fernbehandlung unzulässig»

Bühler-Petition

Noweda kontert ABDA-Präsident Schmidt»

Palliativversorgung

Zuweisungsverbot gilt auch, wenn Patienten zustimmen»
Internationales

Amazon

NHS bietet Sprechstunde bei Alexa»

Marektingmethoden

Reckitt: Milliardenstrafe wegen Suboxone»

Nach Wirksamkeitsstudie

Frankreich streicht Homöopathie auf Rezept»
Pharmazie

Rote-Hand-Brief

Augenschäden unter Elmiron»

Substitutionstherapie

EMA prüft Zulassung für Suboxone Film»

Muskelrelaxantien

Tetrazepam ruht weiter»
Panorama

Cyberkriminalität

Hackerangriff auf Krankenhäuser»

Rx-Versandverbot

Bundestag: Bühler-Petition jetzt online»

Personalnot

Traditionsapotheke schließt und hofft»
Apothekenpraxis

Jede zweite Retax unbegründet

LAV holt 776.300 Euro von Kassen zurück»

Versicherungen

Wasserschaden: Apotheker in der Zeitfalle»

Sanierungsbedarf

Simons schließt nach 13 Wasserschäden»
PTA Live

Augenerkrankungen

Fresh-up: Glaukom»

LABOR-Download

Kundenflyer: Medikamente im Sommer»

Philippinen, Bosnien und Herzegowina

Ausländische PTA-Schüler: „Sie sind sehr fleißig“»
Erkältungs-Tipps

Erkältungen in der warmen Jahreszeit

Mythos Sommergrippe»

Frische Brise

Erkältet durch die Klimaanlage»

Superinfektionen

Tonsillitis: Hochansteckende Halsentzündung»
Magen-Darm & Co.

Unverträglichkeiten

Beratungstipps bei Nahrungsmittelallergien»

Emesis

Tipps bei Übelkeit und Erbrechen»

Magen-Darm-Beschwerden

Lebensmittelvergiftung: Salmonellen & Co.»
Kinderwunsch & Stillzeit

Schwangerschaft

Das erste Trimester: Von der Befruchtung bis zur Organentwicklung»

Frühschwangerschaft

B-Vitamine: Geheimwaffe für Schwangere»

Familienplanung

5 Tipps zum Kinderwunsch»