Multiple Sklerose

Copaxone als Pen: Ohne Auslöseknopf, mit neuem Logo APOTHEKE ADHOC, 16.03.2019 08:25 Uhr

Berlin - Teva hat Copaxone (Glatiramer) selbst entwickelt und 1996 zu 20 mg/ml auf den Markt gebracht. Knapp zehn Jahre später und pünktlich zum Patentablauf kam der Blockbuster zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) in der doppelten Stärke auf den Markt. Fortan mussten die Patienten das Arzneimittel nur noch an drei Tagen in der Woche und nicht mehr täglich injizieren. Um den Betroffenen die Anwendung zu vereinfachen, bringt Teva Copaxone 40 mg/ml in einem neuen Pen auf den Markt. Dieser ist ab sofort verfügbar – und zwar mit dem neuen Logo.

MS ist eine chronisch entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS). Das Immunsystem zerstört Teile der Nervenfasern und die Reizweiterleitung bleibt aus. Die Folge können beispielsweise Lähmungen sein. Bei den Patienten bewirken die entzündlichen Attacken im Gehirn pathogene Schwellungen beziehungsweise Schädigungen der Axone. Weltweit sind schätzungsweise zwei Millionen Menschen an MS erkrankt, in Deutschland sind etwa 150.000 Patienten betroffen. Eine Heilung ist derzeit nicht möglich, die Therapie zielt auf eine Behandlung der Symptome und ein Verzögern des Voranschreitens der Erkrankung ab.

Herausforderung der lebenslangen Therapie ist es, eine Behandlungsoption zu finden, die sich in den Alltag der Patienten integrieren lässt. Dabei werden an das Arzneimittel verschiedene Ansprüche gestellt, wie beispielsweise eine hohe Adhärenz und Benutzerfreundlichkeit. Zur vereinfachten Behandlung hat Teva ab Mitte März einen neuen Pen auf dem Markt, der ohne Drücken eines Auslöseknopfes eine subkutane Injektion ermöglicht.

Die Injektion erfolgt durch Aufsetzen des Injektors auf die Haut. Eine verdeckte Nadel gewährleistet eine sichere Handhabung. Über zwei akustische Klicks kann der Patient Anfang und Ende der Injektion wahrnehmen. Außerdem signalisiert eine Verfärbung des Displays auf dem Pen die abgeschlossene Injektion. Der Pen ist bereits mit einer Einzeldosis von 1 ml Glatirameracetat 40 mg vorgefüllt und sofort einsatzbereit. Nach erfolgter Applikation kann der Pen über den Hausmüll entsorgt werden. Das Arzneimittel ist in zwei Packungsgrößen erhältlich – zu 12 und 36 x 1 ml.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Coronavirus

Maßnahmen im Epidemie- oder Pandemiefall

Pharmazieräte: Apotheken sollten Betriebsärzte bestellen»

Aufklären und Gemeinschaftssinn stärken

Corona: Einfluss auf die Kinder-Psyche»

Neun Hersteller mit im Rennen

Remdesivir: Generika sollen schnell folgen»
Markt

Projekt „Switch“

Ominöse Briefe: Easy auf Kaltakquise»

Großhandel

Sanacorp: Defekte als Umsatzkiller»

Großhandel

IT-Störung: Wannen für 200 AEP-Kunden verspätet»
Politik

Stellungnahme zu Selbsttötung

BAK gegen Kontrahierungszwang bei Sterbehilfe»

Fehlmedikation bei Parkinson-Patienten

Bundesregierung: Kein Interesse an Aut-idem-Reform»

Zukunftspakt spendiert Werbeflächen

My Life: Kampagne von Kammer und Verband»
Internationales

Österreich

Wirkstoffverordnung: Hersteller gegen Gesundheitsminister»

Gesundheitsausschuss stimmt für Festpreise

Schweiz: Apotheker sollen nur noch das Billigste abgeben»

Führungswechsel

EMA: Pharmazeutin als neue Geschäftsführerin»
Pharmazie

Nächtliche Lichtexposition

Brustkrebsrisiko erhöht durch Straßenlaternen»

AMK-Meldung

Daivobet: Abweichende Haltbarkeitsangaben»

Rückruf

Ibuflam geht retour»
Panorama

WHO

Kampf gegen HIV und Aids in Gefahr – wegen Corona»

Nachhaltigkeitsprojekt

Apothekenwald: Die ersten Bäume sind gepflanzt»

Baldrian, Hopfen & Co.

Heilkräuterwanderung – gefragt wie nie»
Apothekenpraxis

Timo coacht

Digitalisierung: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen»

Wieder mit Phoenix vereint

MVDA: AEP hat ausgedient»

IT-Umstellung

Folgekosten: Apobank richtet Schadensstelle ein»
PTA Live

ZL prüft Ophthalmika

Ringversuch: Hypertone Natriumchlorid-Augentropfen»

Auf den Bindungspartner achten

Dosierung anpassen: Coffein oder Coffeincitrat?»

Frau zieht im Verkaufsraum blank

Braunschweig: Popo-Diebin schlägt schon wieder zu»
Erkältungs-Tipps

Immunsystem stärken, Hygiene beachten

Fünf Tipps zur Erkältungsvorbeugung»

Verbreitung von Krankheitserregern

Tipps zur Vermeidung von Schmier- und Tröpfcheninfektionen»

Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung

Infekte in der warmen Jahreszeit»
Magen-Darm & Co.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Colitis ulcerosa: Wenn der Dickdarm erkrankt»

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: Schubweises Leiden»

Besondere Ernährungsformen

Low-carb und Keto: Verzicht auf Kohlenhydrate»
Kinderwunsch, Schwangerschaft & Stillzeit

Bluthochdruck, Diabetes & Co.

Chronische Erkrankungen in der Schwangerschaft»

Engmaschige Vorsorgemöglichkeiten

Risikoschwangerschaft: Von Fruchtwasseruntersuchung und iGeL»

Hygienemaßnahmen bieten Schutz

Covid-19 in der Stillzeit: Was ist zu beachten?»
Medizinisches Cannabis

Interview mit Michael Becker

Cannabis-Prüftipps vom Pharmazierat»

Teil 2: Belieferung & Dokumentation

How to: Cannabisrezept»

Cannabispreisverordnung

Tilray: „Auch wir haben auf die Änderungen reagiert“»
HAUTsache gesund und schön

Isotretinoin, MTX & Co.

Hautpflege bei bestimmter Medikation»

Neue Kosmetikkonzepte

Hygiene in die Pflegeroutine integrieren»

Sommerzeit = Sonnenbrandzeit

Sonnenschutz: Mindestens LSF 30»