Dienstleistungen vernetzen

Blutdruck messen, Grippeimpfung empfehlen

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Berlin -

Bluthochdruck ist für viele Patientinnen und Patienten ein Problem. Betroffene können ihre Blutdruckwerte kostenlos in der Apotheke kontrollieren lassen. Wer die pharmazeutische Dienstleistung (pDL) in Anspruch nimmt, ist vielleicht auch an einer Grippeschutzimpfung interessiert. Betriebe, die dies anbieten, können die Immunisierung empfehlen.

Bei jedem dritten Erwachsenen, der Blutdrucksenker einnimmt, liegen die Blutdruckwerte laut Abda-Zahlen deutlich über den optimalen Werten, bei den unter 65-Jährigen also über 140 zu 80. Anspruch auf eine Kontrolle der Blutdruckwerte haben Versicherte einmal innerhalb von zwölf Monaten, wenn sie mindestens einen Blutdrucksenker verordnet bekommen. Bei einer Medikationsänderung verkürzt sich die Frist.

Mit dem Team besprechen

Inhaberinnen und Inhaber, die Impfungen anbieten oder anbieten wollen, sollten sich mit ihrem Team über eine Verbindung der Dienstleistungen beraten. Es sei sinnvoll, die zusätzlichen Services mit den bestehenden Ressourcen in Angriff zu nehmen, sagt ein Apotheker. Man müsse sich nur fachlich damit auseinandersetzen.

Die Ansprache im Beratungsgespräch kann offen gestaltet werden. „Haben Sie sich schon über eine Grippeschutzimpfung informiert?“, könnte eine Frage lauten. Im Anschluss kann nachgefragt werden, ob diese in der Hausarztpraxis oder eben vor Ort in der Apotheke stattfinden soll. Viele Patient:innen sind dankbar für eine Erinnerung.

Ähnliche Altersgruppe betroffen

Die Vernetzung lohnt sich mit Blick auf das Alter: Laut Daten der Techniker Krankenkasse (TK) erhält jede zweite Person über 65 Jahre die Diagnose Bluthochdruck. Die Grippeimpfung wird für alle Personen ab 60 Jahren und weitere Gruppen empfohlen. Speziell für ältere Menschen ab 60 Jahren gibt es Hochdosis-Impfstoffe und adjuvantierte Impfstoffe.

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