Impfpremiere für die Paracelsus-Apotheke: Mitinhaberin Dr. Eva-Maria Lippke bot gemeinsam mit der lokalen Ärzteschaft einen Impf-Aktionstag an. Die Veranstaltung in Mehlingen sei ein großer Erfolg gewesen und habe für Aufmerksamkeit für den Grippeschutz gesorgt. Im Nachgang seien Interessierte sowohl in die Apotheke als auch in die Praxen gekommen.
Der Aktionstag am vergangenen Samstag sei eine gemeinsame Idee zwischen Lippke und ihrer Mutter Regina Lippke, die ihre OHG-Partnerin ist, gewesen. „Bei der Bestellung der Impfstoffe im Frühjahr haben wir es den Praxen angeboten.“ Dabei sollte auch betont werden, dass es keine Konkurrenzsituation, sondern ein Miteinander werden solle. „Wir haben dasselbe Ziel und haben mit den Ärzten gesprochen und gefragt, ob sie daran Interesse hätten und alle waren sofort begeistert.“ Sie bewarben die Aktion bei ihren Patientinnen und Patienten.
Lippke organisierte den Impftag und kümmerte sich um die nötigen Verbrauchsmittel. Auch die Warenlogistik passte: „Überall standen Kühlboxen mit Thermometer und den Impfstoffen.“ Unter dem Motto „Wir für die Region“ waren drei Arztpraxen aus der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn eingespannt. Im Gemeindehaus St. Antonius in Mehlingen wurden vier Impfstraßen aufgebaut. Geimpft wurde von 10 bis 16 Uhr, ohne Anmeldung.
Helferinnen und Helfer kümmerten sich um einen reibungslosen Patientenfluss. Es habe eine zentrale Anmeldung gegeben. Insgesamt habe es mehr als 250 Impfungen gegeben. „51 Menschen habe ich selbst geimpft, es war ein voller Erfolg.“ Alle seien immer noch „beflügelt“ vom Aktionstag.
Viele Patientinnen und Patienten meldeten sich und wollten auch noch geimpft werden. „Von meinem Gefühl her, impfen die Arztpraxen jetzt auch noch einmal mehr.“ In der Apotheke gebe es viele Anfragen. Lippke bietet in dieser Saison erstmals Grippeimpfungen an. „Der Aktionstag war unser Startschuss.“ Für die Bewerbung des Angebots habe die Aktion sehr geholfen. In der laufenden Woche habe es bereits mehr als zehn weitere Impfungen gegeben. „Die Aufmerksamkeit ist sehr groß.“
Die Apothekerin verweist auf die Notwendigkeit: Der Landkreis Kaiserslautern habe in der Saison 2024/2025 eine der niedrigsten Grippeimpfquoten in Rheinland-Pfalz: rund 30 Prozent. „Man kann das beklagen. Oder man kann einen Samstag opfern und etwas dagegen tun“, betont sie. „Was ich mitnehme: Apotheke und Arztpraxis sind keine Konkurrenz. Wir haben heute nicht nebeneinander gearbeitet, sondern miteinander.“ Keiner habe gefragt, wer welche Patientin oder welchen Patienten „bekommt“. „Es ging darum, dass möglichst viele Menschen geschützt nach Hause gehen.“