Canifug Vaginalcreme 2 Prozent (Clotrimazol, Dr. Wolff) wurde in Vagisan Myko 3 Tage Vaginalcreme umbenannt. Das Arzneimittel ist unter einer neuen PZN gelistet.
Die Umbenennung ist Teil der strategischen Weiterentwicklung der Vagisan-Produktfamilie und dient einer klareren Markenorientierung im Bereich der Frauengesundheit, teilt Dr. Wolff mit. Zusammensetzung, Formulierung und Wirksamkeit bleiben unverändert. Nur der Produktname und die PZN – 20170224 – wurden angepasst.
Vagisan Myko 3 Tage Vaginalcreme wird bei Entzündungen der Scheide und Ausfluss durch Pilze – meist Candida albicans – sowie Superinfektionen mit Clotrimazol-empfindlichen Bakterien angewendet.
Die Vaginalcreme wird einmal täglich an drei aufeinanderfolgenden Tagen abends angewendet. Dazu wird eine Applikator-Füllung (entspricht etwa 5 g Creme) mit dem Applikator möglichst tief in die Scheide eingeführt; am besten vor dem Schlafengehen und in Rückenlage mit leicht angezogenen Beinen. Bei jeder Anwendung der Vaginalcreme ist ein neuer Applikator zu verwenden.
Clotrimazol ist Mittel der Wahl bei einer Vaginalpilzinfektion und als Creme und Vaginaltablette sowohl als Einzel- als auch als Kombinationspräparat erhältlich. Im Rahmen der Selbstmedikation wird über einen Zeitraum von drei Tagen behandelt. Die Tabletten sind an drei Abenden in Folge in die Scheide einzuführen, die Creme wird morgens und abends aufgetragen. Verfügbar sind auch Präparate mit einer Vaginaltablette zur einmaligen Anwendung inklusive Creme. Zu empfehlen ist, den Partner oder die Partnerin mitzubehandeln und auf Geschlechtsverkehr während der Infektion zu verzichten.
Eine Alternative ist Nystatin, das seit Jahrzehnten bei Vaginalmykosen mit Candida albicans zum Einsatz kommt. Der Wirkstoff bindet an die Sterole in der Zellmembran der Pilze. Die Folge ist eine Permeabilitätserhöhung. Außerdem werden die Stoffwechselvorgänge der Pilze dadurch so sehr gestört, dass sie schließlich absterben.
Auch Octenidin in Kombination mit Phenoxyethanol kann bei bakteriell oder durch Pilzinfektionen bedingtem Brennen, Jucken, Rötungen und Intimgeruch angewendet werden. Das Antiseptikum reduziert die Anzahl der Keime und ermöglicht so eine rasche Wiederherstellung der normalen Vaginalflora. Die Behandlungsdauer beträgt sieben Tage. Am ersten Tag findet die Anwendung morgens und abends statt. An den Folgetagen nur noch einmal täglich.
Übeltäter ist der ohnehin in der Scheidenflora vorkommende Hefepilz Candida albicans. Kommt er in geringer Zahl vor, treten keine Beschwerden auf. Kommt die Vaginalflora jedoch aus dem Gleichgewicht und gewinnt der Hefepilz die Oberhand, kommt es zu Beschwerden wie beispielsweise Juckreiz oder Brennen.
Eine Dysbalance der Scheidenflora – die normalerweise einen sauren pH-Wert hat – kann beispielsweise durch Stress, Diabetes mellitus, Antibiotika oder Kortison verursacht werden. Auch der Östrogenspiegel spielt eine entscheidende Rolle. So sind Schwangere anfälliger für eine Vaginalmykose (Vaginalpilz), da ihr Östrogenspiegel besonders hoch ist. Für ein ähnliches Phänomen sorgen hormonelle Kontrazeptiva, denn auch sie nehmen Einfluss auf den Hormon- und somit den Östrogenhaushalt. Das ist eine mögliche Erklärung, warum Scheidenpilz vor allem bei Frauen im gebärfähigen Alter auftritt.
Synthetische und eng anliegende Kleidung, luftdichte Slipeinlagen oder Intimsprays sowie eine übertriebene Intimhygiene mit duftenden Seifen und Duschgelen können das Risiko einer Pilzinfektion erhöhen. Zu empfehlen ist daher eine Reinigung des Intimbereichs mit lauwarmem Wasser und/oder speziellen Intimwaschlotionen.
Meist verläuft eine Pilzinfektion zu Beginn asymptomatisch. Erst im weiteren Verlauf kommt es zu den typischen Beschwerden wie Juckreiz und Brennen. In einigen Fällen können die Schamlippen zudem entzündet sein. Zu bemerken ist außerdem ein weißlicher, dickflüssiger oder bröckeliger Ausfluss. Treten die Infektionen wiederholt auf, sind auch Schmerzen beim Wasserlassen möglich.
Unterschied zu einer bakteriellen Infektion: Sind Bakterien die Auslöser einer Infektion, ist dies an einem unangenehmen fischigen Geruch zu erkennen.
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