Wie motiviert man den Berufsnachwuchs? Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) lud am Wochenende zum Runden Tisch für junge Pharmazeut:innen – und setzte Impulse für den Mut zum Wandel in einem komplett ausgebuchten Saal im Stadthotel Münster.
Rund 100 Apothekerinnen und Apotheker unter 40 Jahren waren der Einladung gefolgt. Ihnen gab Paula Menninghaus, Speakerin und Unternehmerin im Bereich Gesundheitsmanagement mit Einsatzerfahrung als Rettungssanitäterin, mit auf den Weg: „Wandel wartet nicht und ist unser stetiger Begleiter. Diesen als Bewegungszustand zu begreifen und mit der Welle mitzugehen, bringt uns oft weiter, als dagegen anzugehen.“
Nicht der Druck im Wandel selbst, sondern die Fähigkeit, mit ihm umzugehen, entscheide über die Zukunftsfähigkeit. Den Teilnehmenden gab sie verschiedene Impulse und konkrete Werkzeuge für mehr Entscheidungsstärke, Kommunikation und Problemlösekompetenz mit auf den Weg – die insbesondere in Zeiten des Wandels benötigt werden.
Den Wandel von Beginn an aktiv mitgestalten – mit dieser Kernbotschaft startete AKWL-Vorstandsmitglied Dr. Hannes Müller in den berufspolitischen Teil der Veranstaltung. Er erläuterte die zentralen Punkte der kürzlich in Kraft getretenen Apothekenreform und rief die Teilnehmenden auf, mutig zu bleiben und die Chancen, die in der Reform liegen, aktiv zu ergreifen: „Jetzt ist es an uns, die Punkte umzusetzen und so die Rolle der Apotheken vor Ort gemeinsam weiterzuentwickeln – noch näher an den Patienten als zuvor und mit neuen Dienstleistungen, die unsere zentrale Rolle in der Versorgungsstruktur ausbauen.“
Aus dem Bereich PharmPrax (Pharmazeutische Praxis) und Arzneimittelinfo der AKWL informierte Dr. Susanne Meseke, Fachapothekerin für Klinische Pharmazie und Arzneimittelinformation. Sie erläuterte, mit welchen Unterstützungsangeboten die Apothekerkammer ihre Mitglieder bei der Umsetzung der Apothekenreform begleitet.
Beim anschließenden Austausch wurden verschiedene Aspekte der Reform und Umsetzungsperspektiven weiter diskutiert: „Es ist einfach schön zu sehen, dass hier im Berufsstand so eine Aufbruchstimmung herrscht und auch der Nachwuchs die neuen Möglichkeiten der Reform nutzen und umsetzen will“, zog Müller anschließend Bilanz.
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