Ich bin Arzt, ich krieg' das so!

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Berlin -

Antibiotika, Kontrazeptiva, Antihypertonika oder Potenzmittel ohne Rezept aber mit Arztausweis sind in Apotheken keine Seltenheit. Aber wer darf eigentlich was für den Eigenbedarf kaufen?

Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte dürfen in der Apotheke verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept kaufen, vorausgesetzt sie legen einen gültigen Arztausweis vor oder der Abgebende hat Gewissheit über die Identität. Diese Regelung gilt nach Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV). Doch nicht jeder darf alles rezeptieren. Zahn- und Tierärzte etwa dürfen nur in im Rahmen ihrer Approbation verschreiben.

Zahnärzte dürfen zum Beispiel Arzneimittel aus den Gebieten Analgetika, Antibiotika, Sedativa und Mund- und Rachentherapeutika verordnen, wenn es der Erkennung oder Heilung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten dient. Antidiabetika, Antihypertonika oder etwa Kontrazeptiva zählen dagegen nicht zu ihrem Zuständigkeitsbereich. Weder für den Eigenbedarf noch für die Familie oder den netten Nachbarn dürfen Dentisten über ihren Verantwortungsbereich rezeptieren.

Erkennt der Apotheker eine Überschreitung der Verschreibungsbefugnis, kann die Abgabe verweigert werden. Liegt zum Beispiel ein Rezept über die Pille vor, ist diese Verordnung ungültig. Zahnärzte werden entsprechend ihrer Approbationsordnung in Arzneimittellehre unterrichtet und geprüft. In diesem Rahmen ist der Bereich der Pharmakologie unterschiedlich zu dem der Humanmediziner.

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