Tumorerkrankung

PTA mit Sehbehinderung: „Ich wollte in den Hintergrund“ Cynthia Möthrath, 26.03.2019 12:48 Uhr

Berlin - PTA Katja Heemann aus Diepholz muss häufig seltsame Blicke verarbeiten: Die 46-Jährige hat seit einer Hirntumor-Operation eine Fehlstellung des rechten Auges. Um ihre Sicht zu verbessern trägt sie eine Brille mit vernebeltem Glas. Kundschaft und Mitmenschen reagieren oft irritiert, doch davon lässt sich die PTA nicht unterkriegen.

Im Januar 2013 merkte die PTA aus der Löwen-Apotheke in Lemförde erstmals, dass etwas nicht stimmte. „Ich war einkaufen und hatte plötzlich massive Sehstörungen. Ich sah ganz bunt und durcheinander.“ Sie ging zum Augenarzt. Er verwies sie sofort ans Krankenhaus. „Dort wurde ich tagelang auf einen Schlaganfall untersucht“, berichtet Heemann. Doch es konnte nichts gefunden werden, das darauf hindeutete. „Also wurde ich psychosomatisch entlassen.“ Heemann ging in Kur, doch es änderte sich nichts. „Die Sehstörungen blieben unverändert.“

Bei einem Campingurlaub im Herbst des gleichen Jahres kam der nächste Schock: „Ich war plötzlich total verwirrt und wusste nicht mehr wo ich hinmusste.“ Der Arzt des dortigen Krankenhauses erkannte sofort, dass etwas nicht stimmte und ordnete ein Schädel-MRT an. Daraufhin kam die Diagnose: Meningeom, ein Hirntumor. Heemann wurde dringend zu einer Operation geraten. Nach zahlreichen Arztbesuchen fand im November der Eingriff statt. Im Anschluss folgte bis Februar die Reha. „Ich wollte unbedingt wieder fit werden und arbeiten“, sagt die PTA.

Ihr Team habe sie während der Krankheit immer unterstützt. „Vor allem eine Kollegin war immer für mich da“, erzählt Heemann berührt. Karola Klausjürgens, ebenfalls PTA, stand ihr während der gesamten Behandlung zur Seite. Selbst ihr Chef habe den weiten Weg von Lemförde bis zur Klinik in Bielefeld auf sich genommen und sie besucht. „Damit habe ich nicht gerechnet, weil es ja kein Katzensprung ist“, sagt sie.

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