Eisen-Präparate: Worauf kommt es bei der Beratung an?

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Tipp 2: Pflanzliche Alternativen

Der Trend zu pflanzlichen Arzneimitteln ist groß. Nicht nur Veganer:innen und Vegetarier:innen suchen daher nach Alternativen zu klassischen Nahrungsergänzungsmitteln. Bei pflanzlichen Eisenpräparaten haben sich vor allem solche auf Basis der Currypflanze (Murraya koenigii) oder braunem Senf (Brassica juncea) durchgesetzt. Oft wird pflanzlichen Alternativen jedoch noch immer eine schlechtere Bioverfügbarkeit zugeschrieben.

Beispiele:

  • Iron (Artgerecht)
  • Eisen Komplex (Pure Encapsulations)
  • Eisen Vegan (Natugena)
  • Ferroverde (Nicapur)

Tipp 3: Nebenwirkungen vermeiden

Da es bei der Einnahme von Eisen-Präparaten zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen kann – die häufig dazu führen, dass die Einnahme abgebrochen wird – sollten diese im Beratungsgespräch auf jeden Fall angesprochen werden. Schließlich können sie durch die Auswahl der richtigen Darreichungsform und ein paar Tipps bei der Einnahme weitestgehend vermieden werden.

Die häufigsten Nebenwirkungen sind:

  • Übelkeit
  • Verstopfung
  • Bauchkrämpfe
  • Durchfall

Patient:innen sollten außerdem folgende Ratschläge mit auf den Weg gegeben werden:

  • Eisenpräparate sollten am besten nüchtern eingenommen werden (bei unempfindlichem Magen)
  • bei empfindlichem Magen sollte die Einnahme jedoch zu oder unmittelbar nach einer Mahlzeit erfolgen, um Nebenwirkungen zu verringern
  • der beste Einnahmezeitpunkt ist vor oder zu dem Frühstück
  • bei späterer Einnahme idealerweise einen Abstand von zwei Stunden zur letzten Mahlzeit einhalten
  • der Stuhl kann sich unter der Einnahme schwarz-grünlich verfärben, diese Verfärbung ist jedoch ungefährlich

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