„Eine Frechheit, dass man so abgezogen wird in der Apotheke“

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Berlin - Der Hessische Rundfunk (hr) hat Produkte aus der Apotheke und Drogerie verglichen. Die Sendung „die Ratgeber“ nimmt unter anderem Hustensaft, Erkältungstees und Meerwassernasenspray unter die Lupe. Dabei geht es um Preis und Inhaltsstoffe. Als Experte tritt Professor Dr. Gerd Glaeske auf, der zwar nicht vom Kauf der Drogerieprodukte abrät, aber auch eine Lanze für Apotheken bricht.

Sind günstige Produkte aus der Drogerie genauso gut wie die teureren aus der Apotheke? Das will der Sender in dem Bericht wissen. Für den Beitrag werden zunächst mehrere Passanten befragt, wo sie überhaupt Arzneimittel beziehen. „Medikamente kaufe ich in der Apotheke. Da frage ich nach, da fühle ich mich irgendwie aufgehobener“, sagt eine Frau. Von der Familie sei es traditionell weitergegeben worden, bei Arzneimitteln in die Apotheke zu gehen, sagt ein anderer. „In der Apotheke hat man da so ein Urvertrauen“, stellt ein weiterer Befragter fest.

Besonders beliebt bei rezeptfreien Produkten seien Hustensäfte, heißt es in dem Beitrag. Jährlich würden rund 54 Millionen Stück verkauft. Verglichen wird der Spitzwegerich Hustensaft V der Rossmann-Eigenmarke Altapharma (0,95 Euro/100 ml) mit Broncho-Sern Sirup von Truw aus der Apotheke (6,60 Euro/100 ml). Könne der Laie überhaupt den Unterschied erkennen? Die befragten Passanten tun sich in dem Beitrag schwer. Der Wirkstoff scheint derselbe zu sein, sagt ein Befragter. Auf dem ersten Blick seien keine großen Unterschiede zu erkennen, heißt es.

Dann klärt Glaeske als Arzneimittelexperte auf: Es sei der gleiche Wirkstoff, sagt der Apotheker. Identisch seien die Produkte wegen den Herstellungsprozessen aber nicht. Da aber das Mittel gleich sei, sei aus seiner Sicht nichts dagegen einzuwenden, den Hustensaft aus der Drogerie zu kaufen. Auch weil er deutlich günstiger eingekauft werden könne.

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