Altmedikamente

BtM: So läuft die Vernichtung APOTHEKE ADHOC, 27.08.2018 13:52 Uhr

Berlin - Besondere Arzneimittel verlangen einen besondere Vernichtung und Entsorgung. Verfallene, zurückgerufene oder in Folge einer Falschabgabe nicht mehr verkehrsfähige Betäubungsmittel müssen gemäß den Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) entsorgt werden. Ein Überblick.

Die Vernichtung und Entsorgung ist in § 16 BtMG geregelt. Demnach muss der Eigentümer nicht mehr verkehrsfähige Betäubungsmittel auf seine Kosten und in Gegenwart von zwei Zeugen vernichten. Und zwar so, dass eine auch nur teilweise Wiedergewinnung der Arzneimittel ausgeschlossen und der Schutz von Mensch und Umwelt sichergestellt sind. Der Vorgang ist zu dokumentieren und drei Jahre aufzubewahren.

Es müssen also drei Personen die Entsorgung durchführen und per Unterschrift bezeugen und quittieren. Eine Vorgabe wie das Vernichtungsprotokoll auszusehen hat, gibt es nicht. Es sollte jedoch Angaben wie Namen, Bezeichnung und Menge des zu vernichtenden BtM, das Datum der Vernichtung, die anwesenden Personen (zwei Zeugen und die die Vernichtung durchführende Person) und deren Unterschrift enthalten. Da sowohl BtM aus dem Apothekenbestand, als auch von Kunden oder Alten- und Pflegeheimen an die Apotheke zurückgegebene Arzneimittel sachgerecht entsorgt werden müssen, empfiehlt es sich diesen Punkt im Protokoll festzuhalten. Entsprechend ist Ware aus dem Bestand der Apotheke auszubuchen und dies in der BtM-Kartei zu dokumentieren.

Die unterschiedlichen Darreichungsformen können auf unterschiedlichen Wegen vernichtet werden. Pflaster können beispielsweise zerschnitten werden. Wichtig ist dabei darauf zu achten, dass die Klebeflächen aneinander kleben und somit die einzelnen Pflasterschnipsel nicht mehr aufgeklebt werden können. Orale feste Darreichungsformen wie Tabletten oder Kapseln können stark zerkleinert oder in einer kleinen Menge Wasser aufgelöst werden. Die Flüssigkeit kann auf ein Zellstoff gegeben und dann entsorgt werden, gleiches Vorgehen kann bei Ampullen oder Tropfen erfolgen. Die Reste dürfen nicht über Toilette oder Waschbecken über das Abwasser entsorgt werden. „Hinweisen zufolge findet durchaus bei der Vernichtung von Betäubungsmitteln eine falsche Entsorgungspraxis über Abwasserleitungen in Apotheken statt“, monierte die ABDA bereits.

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