Entlassrezept weckt Begehrlichkeiten

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Berlin -

Die Kliniken drängen in die ambulante Versorgung. Das Versorgungsstärkungsgesetz beinhalte grundsätzlich positive Ansätze, findet die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG). „Allerdings nutzt es die bestehenden Potentiale nicht konsequent“, sagte Hauptgeschäftsführer Georg Baum.

So würden die Krankenhäuser als die primären Anlaufstellen bei ambulanten Notfällen anerkannt, jedoch bleibe der Sicherstellungsauftrag bei den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen). Somit würden die Krankenhäuser weiterhin nicht an den Festlegungen der Leistungen und deren Vergütung beteiligt. „Angesichts von fünf Millionen ambulanten Notfallleistungsfällen in den Krankenhäusern wäre eine sektorübergreifende Festlegung der Regelungen zum ambulanten Notdienst mehr als geboten.“

Die neu vorgesehenen Verordnungsmöglichkeiten der Krankenhausärzte bei Entlassungen begrüßte Baum: „Damit haben die Kliniken bessere Instrumente beim Entlassmanagement.“ Auch seien die Kliniken grundsätzlich bereit, an der zeitnahen Sicherstellung der ambulanten fachärztlichen Versorgung mitzuwirken.

Allerdings müssten Patienten, die nicht rechtzeitig fachärztliche Termine bei niedergelassenen Ärzten erhielten, das Recht erhalten, sich die Leistungen in Krankenhäusern selbst zu beschaffen: Dass auch nach vier Wochen Wartezeit Mitarbeiter der Servicestellen über die Dringlichkeit einer Überweisung zu Krankenhausärzten entscheiden sollten, werde dem Anspruch der Versicherten auf rechtzeitigen und freien Zugang zu medizinischer Versorgung nicht gerecht, so Baum.

 

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