PKV: 100 Millionen für Digital-Start-ups

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Berlin -

Der Verband der Privaten Krankenversicherung setzt einen Fonds für digitale Innovationen im Gesundheitssystems auf. Mit insgesamt 100 Millionen Euro sollen Start-ups unterstützt werden, deren Entwicklungen Potenzial zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung haben.

„Heal Capital“ heißt der neue Fonds und der Name ist zweideutig: Denn nicht nur soll er Kapital für Innovationen in Heilberufen bereitstellen, er soll auch die Finanzierungsstruktur für Unternehmensgründer in dem Bereich „heilen“. Denn die mangelnde Verfügbarkeit von Risikokapital gilt seit längerem als eine der größten Innovationsbremsen in Deutschland. Nun wollen die privaten Versicherer Abhilfe schaffen. Noch im vierten Quartal 2019 soll der Fonds starten und eine Laufzeit von mindestens zehn Jahren haben.

Um die Kasse zu füllen, hat sich der PKV-Verband mit den Berliner Digital-Health-Investoren Heartbeat Labs und Flying Health zusammengetan, die jeweils eine Millionensumme beisteuern. „Wir sind froh, dass wir mit ‚Heartbeat Labs‘ und ‚Flying Health‘ zwei Partner gefunden haben, die große Gesundheitsexpertise und Digitalkompetenz mit einer starken Vernetzung in der Investment- und Startup-Szene vereinen“, so der Verbandsvorsitzende Ralf Kantak.

Die geförderten Start-ups sollen nicht nur Geld, sondern auch Wissen erhalten: Teil der Förderung sind auch Beratungsleistungen, die den Unternehmen helfen sollen, zügig in den Versorgungsalltag zu kommen. „Mit dem PKV-Fonds treiben wir die digitale Transformation des deutschen Gesundheitswesens und sorgen dafür, dass digitale Innovationen schneller in der Versorgung ankommen“, sagt Dr. Markus Müschenich, Managing Partner bei Flying Health. Für die PKV sei dabei laut Kantak das Ziel entscheidend, dass die neuen digitalen Entwicklungen zu einer besseren Versorgung in Deutschland beitragen.

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