Overwiening: Apotheken haben Vorbildfunktion

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Berlin - Die Bereitschaft bei den Apothekenteams, sich gegen Corona impfen zu lassen, ist hoch. Abda-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening freut sich darüber. Denn sie ist sich der Vorbildfunktion bewusst, die Apotheker*innen und PTA haben.

„Die Apothekenteams haben seit Beginn der Corona-Pandemie herausragende Arbeit geleistet – und nicht zuletzt durch strenge Arbeits- und Infektionsschutzmaßnahmen dafür gesorgt, dass es in den Betrieben fast keine Infektionsfälle gab, die Apotheken offen bleiben und die Patienten somit jederzeit versorgt werden konnten“, so Overwiening. „Weil die Apotheken eine wichtige Versorgungsfunktion haben, gehört das Apothekenpersonal gemäß Corona-Impfverordnung zur Gruppe mit ‚erhöhter Priorität‘ bei den Impfungen.“

Gleichwohl warteten so manche Kolleginnen und Kollegen mit Ungeduld ihren Impftermin, so die Abda-Präsidentin. „Wenn sich möglichst viele Apothekerinnen und Apotheker, PTAs und PKAs impfen lassen, hat das Vorbildfunktion für die Bevölkerung. Aber natürlich muss jeder und jede Einzelne die Entscheidung für sich selbst treffen.“

Die Bereitschaft, sich die schützende Spritze verabreichen zu lassen, ist groß. Mittlerweile wollen sich 79 Prozent der Mitarbeiter*innen in Apotheken impfen lassen, wie eine aposcope-Umfrage zeigt. Unter Apothekerinnen und Apothekern sind es 88 Prozent, bei den PTA immerhin 69 Prozent. Damit ist die Impfbereitschaft innerhalb eines Monats weiter gestiegen: Im Januar lag sie bei 83 beziehungsweise 65 Prozent, was über alle Teilnehmer*innen einer Quote von 74 Prozent entspricht. Zuvor waren die Werte deutlich niedriger gewesen, Anfang Dezember etwa waren nur 49 Prozent der Apothekenmitarbeiter*innen dazu bereit, im Oktober sogar nur 43 Prozent.

Tendenziell steigt die Bereitschaft mit dem Alter, und zwar sowohl bei Apotheker*innen als auch bei PTA. Darüber hinaus ist insbesondere der Anteil derjenigen, die fest entschlossen sind, deutlich gewachsen: von 13 Prozent im Oktober auf aktuell 42 Prozent. Nicht impfen lassen wollen sich 16 Prozent, nach 48 Prozent im Oktober. 6 Prozent sind nach wie vor unentschlossen.

Hintergrund ist nach wie vor die Sorge vor dem Coronavirus. 53 Prozent der Teilnehmer*innen haben Angst, sich selbst anzustecken – der Wert liegt damit auf anhaltend hohem Niveau. Zwei von drei Teilnehmern haben Angst, dass in Deutschland viele Menschen an einer Infektion mit Sars-CoV-2 sterben. Auch dieser Wert ist seit Wochen stabil.

An der aposcope-Umfrage nahmen am 9. Februar insgesamt 311 verifizierte Apotheker*innen und PTA teil.

 

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