Betriebskrankenkassen

mkk schluckt BKK Pfalz

, Uhr
Berlin -

Weitere Fusion unter den Betriebskrankenkassen (BKKen): Die Verwaltungsräte der mkk – meine krankenkasse und der BKK Pfalz haben einstimmig den Zusammenschluss beschlossen. Vorbehaltlich der Genehmigung durch das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) fusionieren beide Kassen zum 1. Januar 2027. Namensgeber wird die mkk.

Die BKK Pfalz bringt 140.000 Versicherte in die Fusion ein, die mkk rund 520.000. Für die Versicherten verläuft die Fusion unkompliziert: Ihr Versicherungsschutz besteht nahtlos fort, sie werden automatisch Mitglied der fusionierten Krankenkasse und können ihre Leistungen ohne Einschränkungen wie gewohnt in Anspruch nehmen. Gleichzeitig sollen sie künftig von einem erweiterten bundesweiten Servicenetz profitieren.

„Fusionen sind seit Jahren Teil des Strukturwandels in der gesetzlichen Krankenversicherung“, betont Dr. Andreas Erb, Vorsitzender des Verwaltungsrates der BKK Pfalz. „Krankenkassen schließen sich dort zusammen, wo dies wirtschaftlich und organisatorisch sinnvoll ist. Größere Organisationen schaffen die Voraussetzungen, wirtschaftlich stabil zu bleiben und notwendige Investitionen zu stemmen.“

Das Gesundheitssystem stehe vor tiefgreifenden Veränderungen. Steigende Ausgaben, der demografische Wandel, wachsende Anforderungen durch die Digitalisierung, aber auch Fachkräftemangel stellen die Krankenkassen vor neue Herausforderungen. „Die Fusion mit der BKK Pfalz stärkt uns für die Zukunft“, sagt Andrea Galle, Vorständin der mkk – meine krankenkasse. „Gemeinsam bündeln wir unsere Potenziale und schaffen eine wirtschaftlich stabile Grundlage, um unseren Versicherten auch künftig eine hochwertige, verlässliche und innovative Gesundheitsversorgung zu bieten.“

„Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft“

Bereits seit langer Zeit arbeiten die Vorstände eng miteinander. „Unsere beiden Krankenkassen passen hervorragend zusammen – fachlich, kulturell und strategisch“, sagt Andreas Lenz, Vorstandsvorsitzender der BKK Pfalz. „Durch den Zusammenschluss können wir unsere Aktivitäten insbesondere in den Bereichen Prävention, Nachhaltigkeit und geschlechtsspezifische Gesundheitsversorgung weiter ausbauen und so den Gesundheitsmarkt im Sinne unserer Versicherten aktiv mitgestalten.“

Für die mkk ist es der zwölfte Zusammenschluss. Trotz anspruchsvoller politischer, finanzieller und wettbewerblicher Rahmenbedingungen habe man sich über die Jahrzehnte zu einer wirtschaftlich stabilen und zukunftsfähigen Organisation entwickelt – eine starke Marke, die Mitglieder anziehe, so die Kasse.

„Mit der heutigen Entscheidung übernehmen die Selbstverwaltungen beider Krankenkassen Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft“, betont auch Dr. Wolfgang Hoffmann, Verwaltungsratsvorsitzender der mkk. „Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass die neue mkk – meine krankenkasse auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen wirtschaftlich stark bleibt und ihren Versicherten dauerhaft ein leistungsfähiges Angebot machen kann.“

Die BKK Pfalz ist eine bundesweit geöffnete gesetzliche Krankenkasse mit Sitz in Ludwigshafen und besteht seit 1923. Sie beschäftigt rund 345 Mitarbeitende. Die mkk existiert als BKK VBU seit 1993 und hat rund 1150 Mitarbeitende an 30 Standorten.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Lesen Sie auch
Mehr zum Thema
Kassenabschlag auf 2,07 Euro
Bundesrat winkt Spargesetz durch
Erst Spargesetz, dann Strukturreform
Kassen loben Leistungserbringer
Höherer Kassenabschlag
Bundestag verabschiedet Spargesetz
Mehr aus Ressort
Protokollerklärung soll Spargesetz retten
Kliniken/Pharma: Bundesregierung verspricht Zugeständnisse

APOTHEKE ADHOC Debatte