Kasse muss Cannabisblüten nicht zahlen

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Berlin - Cannabisblüten sollen als Arzneimittel in Apotheken verkauft werden und die Krankenkassen sollen die Behandlungskosten übernehmen. Noch ist es allerdings nicht so weit: Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen (LSG) entschied, dass ein Schmerzpatient keinen Anspruch auf die Bezahlung einer Therapie mit Cannabisblüten hat. Das Urteil ist rechtskräftig.

Im konkreten Fall leidet der Patient seit einer Hüftgelenkausrenkung im Jahr 2005 an chronischen Schmerzen. Diese wurden unter anderem mit den Analgetika Pregabalin, Gabapentin und Tramadol behandelt. 2014 startete der Arzt versuchsweise eine Therapie mit dem auf einem Cannabis-Wirkstoff beruhendem Medikament Sativex. Beim Patienten löste das Medikament jedoch als Nebenwirkung Kopfschmerzen aus; er habe es überdosiert einnehmen müssen.

Helfen würde ihm dagegen die Anwendung von Cannabisblüten, die ihm der Arzt verordnet hatte, so der Patient. Er stellte bei seiner Krankenkasse daher 2015 den Antrag auf Übernahme der Kosten für das Medizinal-Hanf. Die Kasse lehnte ab: Darauf habe der Patient keinen Anspruch, da die Versorgung mit Cannabisblüten nicht zu den Leistungen der Krankenkasse gehöre. Dazu fehle die erforderliche Empfehlung der Therapie vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Die Kosten für Sativex sicherte die Kasse bis zum 30. November zu.

Gegen diese Entscheidung hatte der Patient geklagt. Er selbst könne die Kosten für die vom Arzt verordneten Cannabisblüten nur noch bis zum 30. Juni tragen. Doch nur mit den Blüten sei es ihm möglich, ein geregeltes Leben zu führen. Zwar habe er keine lebensbedrohliche Krankheit, aber ohne die Therapie könne er seinen Beruf nicht ausüben – das wäre existenzbedrohend, begründete er.

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