Jeder zweite Bürgertest in der Apotheke

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„Die Apotheken vor Ort leisten damit einen ganz entscheidenden Beitrag zur Pandemiebewältigung, insbesondere auch im Hinblick auf mögliche Lockerungen in Zukunft.“ Erst müsse es aber gelingen, die Infektionszahlen vor allem mit Impfungen und der Einhaltung der AHA+L+T-Regeln – Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, regelmäßig lüften und testen – signifikant zurückzudrängen. „Die Apotheken vor Ort, die aktuell auch mit großem Aufwand die Impfstoffversorgung der Hausarztpraxen und zusätzlich auch in den 53 Impfzentren in NRW die Impfstoffherstellung gewährleisten, erledigen zusätzlich jetzt auch die wichtige Durchführung der Bürgertests ergänzend zu ihrer Kernaufgabe der Arzneimittelversorgung der Bevölkerung“, stellt Preis klar.

Preis warnt davor, dass Bürger:innen die Tests als ein „Frei-Testen“ auffassen und betont: „Es gibt kein Frei-Testen, um dann Pandemieregeln, wie das Vermeiden von persönlichen Kontakten, außer Acht zu lassen.“ Weiter erklärt er, dass es epidemiologisch am sinnvollsten ist, sich zweimal in der Woche testen zu lassen. „So können zahlreiche unentdeckte und symptomlose Infektionen entdeckt werden. Wir können so ein ungehindertes Weiterverbreiten des Virus erheblich vermindern.“

Angesichts ihres Engagements bei der millionenfachen Umsetzung von Bürgertests kritisiert der AVNR aber, dass die Apotheken nur ein vermindertes Honorar von 12 Euro bekommen. Die Kollegen in Frankreich erhielten hierfür über 30 Euro und auch den Ärzten hierzulande werde mit 15 Euro ein höheres Honorar gezahlt. „Gleiche Leistung muss auch gleich bezahlt werden“, fordert der Verbandschef.

Hinzu komme, dass das Honorar zusätzlich noch durch eine Abrechnungsgebühr von 3,5 Prozent erheblich gemindert werde. „Die Abrechnungszentren der Apotheken können die gleiche Leistung um ein Vielfaches günstiger anbieten. Die dürfen Apotheken aber bei der Abrechnung der Schnelltests nicht nutzen“, so Preis. Deshalb sollte die Abrechnungsgebühr auf das sonst für Apotheken übliche Maß abgesenkt werden oder den Apotheken sollte die Möglichkeit eingeräumt werden, bei den Apothekenrechenzentren abzurechnen.

 

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